Internetprobleme

Hei igjen, (Hallo noch einmal)

Leider funktioniert das hochladen der Bilder nicht ganz so wie ich es will… Bitte nicht wundern wenn diese nach und nach dazu kommen. Bis bald, Christian 

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

Polarkreis, Lofoten und der erste Herbststurm im Eismeer 

So, nachdem gestern Abend der Akku leer war und das Netz häufig schlechte Verbindung hat, schreibe ich in mehreren Etappen weiter.

Hei liebe Leserinnen und Leser, 

am Sonntag haben wir Trondheim mit dem Bus erkundet – bei einigermaßen akzeptablen Wetter. Der Nidarosdom (Norwegens einzige richtige Kathedrale) und die alten Hafenhäuser in bunten Farben bieten ein eindrucksvolles Bild. Dazu die kleine Klosterinsel Munkholmen vor der Stadt. Die Vorbeifahrt daran haben ich aus dem 38° warmen Whirlpool an Deck verfolgt. 

Entlang der rauhen norwegischen Küste, die alle paar Minuten mit neuen Facetten, Formen und Farben brilliert, ging es weiter Richtung Bodø, einer kleinen Stadt kurz vor den Lofoten. 

Dabei überquerten wir vorgestern Früh den Polarkreis bei sechsten 66′ 33″ nördlicher Breite. Anschließend gab es durch den Captain und „König Neptun“ die „Polar-Taufe“ : eine große Kelle Eiswürfel-Wasser in den Nacken gekippt und natürlich als Belohnung ein Schnaps hinterher. 😉 ,und noch eine Urkunde.

In Bodø habe ich das Luftfahrtmuseum besichtigt und anschließend ging’s ein Stück übers offene Meer mit ganz schön hohen Wellen zu den Lofoten – einer – zumindest bei Tageslicht- wundervollen Inselkette, die in den Atlantik hineinragt. Bei Dunkelheit war davon aber leider nicht viel zu sehen. Aber das ändert sich hoffentlich auf der Rückfahrt. Dann sind die Passagen, die jetzt am Tag passiert werden in der Nacht und umgekehrt. Im Hafen von Svolvær konnten wir aber noch eine Ausstellung mit Eisskulpturen nachts um halb zwölf besichtigen: Magic Ice- die größte dauerhafte Ausstellung von Iceskulpturen der Welt. Im Winterparka geht man an bunt beleuchteten Skulpturen von Meerjungfrau bis Hurtigruten Schiff durch die – 6° kalte Halle. 

Gestern stand dann Tromsø auf dem Programm, wieder mit einer Stadtrundfahrt im Bus und einer netten, deutsch mit französischem Akzent sprechenden Reiseleiterin. 

Die nördlichste Großstadt der Welt beherbergt neben einem Polarmuseum Polaria mit Aquarium auch die nördlichste Brauerei der Welt. Ludwig Mack aus Bergen gründete sie Ende des 19. Jh. um den Bewohnern der Region was besseres zu bieten als ihren selbst gebrannten Fusel. Sie hat bis heute überlebt und ist auch Lieferant für die Schiffe der Hurtigruten Linie. Am Schluss der Stadtrundfahrt ging’s natürlich noch zur Eismeerkathedrale (Ishavskatedral), die eigentlich keine Kathedrale im kirchenrechtlichen Sinne ist, aber trotzdem als nördlichste Kathedrale  der Welt angepriesen wird. Ein moderner Bau aus dem letzten Jahrhundert, welcher der Polarlandschaft, Eisbergen und übereinander geschobenen Eisschollen nachempfunden ist. Besonders nachts sieht es durch die Beleuchtung aus als würde die Kirche von Polarlichtern beleuchtet. 

Seit Heute Nacht haben wir den ersten Herbststurm der Saison abbekommen, der sich auch jetzt noch ein bisschen fortsetzt, mit Windstärke zwölf auf der Beaufortskala. Alle wurden angewiesen in den Kabinen zu gucken das alles fest seinem Platz ist und nichts durch die Bewegungen herausfallen kann. Ganz so schlimm fand ich es dann nicht, ich konnte gut schlafen. Mutter hat die Seekrankheit allerdings schon ganz plötzlich auf dem rauhen Weg von Bodø zu den Lofoten erwischt. Nach ein bisschen ruhig liegen und Dank der  Reisetabletten ging’s dann aber noch am gleichen Abend wieder deutlich besser.

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Honingsvåg, von wo man aus zum Nordkap gelangt. Wir haben den Ausflug aber erst für die Rückfahrt gebucht. D.h. ich werde mich mit Sauna und Whirlpool am Deck Vergnügen. *Grins*    Bei Temperaturen um die 3-4° im 38° heißen Whirlpool zu sitzen macht viel Spaß und ist entspannend und man hat den Pool für sich. 

Das Wetter ist gerade weiterhin  stürmisch, regnerisch, trocken, zwischendurch auch mal kurz sonnig, vorhin hat’s geschneit aber unsere Reiseleiterin versteht sich darauf JEDES Wetter so begeisternd zu verpacken, dass man – egal was für Wetter gerade herrscht- es für fantastisch hält. Sie bringt das so gut rüber, dass sie wohl auch einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen könnte. 😉   Da man sich auf dem Schiff in allen möglichen Ecken wohl fühlen kann ist es auch eigentlich völlig wurscht, ändern kann man es eh nicht und so genießen wir diese Urlaubsreise entlang der norwegischen Küste. 

Gerade jetzt schaut trotz Sturm die Sonne wieder hervor und beleuchtet das nordatlantische Eismeer. Huch, ich glaub ich brauch die Sonnenbrille. 🙂

Hier noch einige Impressionen der Reise: 

die beiden Schwesterschiffe in Trondheim: MS Trollfjord und MS Midnatssol

  

Ausfahrt aus dem Trondheimsfjord, mit einem der ältesten Leuchttürme Norwegens im Hintergrund

  

bei Stokkøya kurz nach der Durchfahrt durch eine nur 44 m breite Engstelle

  

Häuser? – kann man doch überall hinbauen… 🙂

  

Leuchtturm bei Sætervik

  

Sonnenuntergangsstimmung

  

Küste bei Meløy

  

ein Tal zw. 2 Bergen, vor einem Tal zw. 2 Bergen, vor einem T………………….

  

Polartaufe durch den Captain und König Neptun

  

„eiskalte“ Meerjungfrau… Eisskulpturen der Magic Ice Ausstellung

  
  

Gezeitenstrom bei einer Engstelle im Tromsøfjord

  

Anfahrt auf Tromsø mit der Eismeerkathedrale (weißer Bau rechts der Brücke) Anlegen ging erst im 2. Anlauf

  

sturmumtoste Südspitze der Tromsøinsel

  

Robben im Polaria-Museum

    

noch keines gesehen, aber es gibt schöne Polarlicht-Tshirts

  

der große Polarfprscher und erster Mensch am Südpol: Roald Amundsen.

  

Mond über sürmischer See bei Windstärke 10-11 lt. Beaufortskala

    
 

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

MS Trollfjord – oder die „schönste Seereise der Welt“

Hei liebe Leserinnen und Leser, kaum zu glauben, aber es gibt mal wieder neues von mir:

2007 hat es angefangen, als meine Brüder und ich den Eltern zum Ruhestand ein Konto geschenkt haben und seitdem Weihnachten und Geburtstage der Eltern immer mal etwas darauf eingezahlt haben, damit sie sich die Hurtigrutentour (oder auch bekannt als Postschiffsreise) in Norwegen leisten können. Nun ist genug zusammenkommen. Ich wollte sie ursprünglich nur die erste halbe Strecke begleiten, (so als Reisebegleiter und Dolmetscher) aber der Unterschied für die ganze Strecke betrug nur 450 €, so dass ich nun die ganze Strecke mitmache.

Von was redet der da wieder? Hurtig … was? 1893 wurde die Hurtigruten Linie gegründet, um die Häfen an der norwegischen Küste auch im Winter mit Post und notwendigen Waren zu versorgen. Denn die Häfen entlang der Küste werden vom Golfstrom erreicht und sind damit ganzjährig eisfrei. Was man von Binnenland ja nicht unbedingt sagen kann. 🙂 
Nachdem immer mehr Straßen und Tunnel und Eisenbahnverbindungen gebaut wurden, hat die Postschiff Route ihre klassischen Ziele verloren, aber mit dem Transport von Touristen neue hinzu gewonnen. Daran war auch Kaiser Wilhelm II. nicht ganz unschuldig. Er war begeisterter Nordlandfahrer. In den sechziger Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg belebte sich das Tourismusgeschäft neu. Auch heute werden noch Waren transportiert, aber das Hauptgeschäft sind die Kreuzfahrten entlang der vielfältigen norwegischen Küste.

Nun wandeln wir auf dieser Strecke, nein, wandeln stimmt nicht – schwimmen auf dem Schiff… 🙂 

Heute war die Abfahrt in Bergen. Gestern sind wir schon mit der Bergenbahn von Oslo nach Bergen gefahren und haben viele Eindrücke aus der norwegischen Natur mit bekommen. Das Wetter war wie immer in Norwegen gemischt, leider heute mit viel Regen, aber auch ein paar Augenblicken Sonnenschein.

Bergen ist eine circa 1000 Jahre alte Stadt, die unter anderem die erste Hauptstadt und Königsstadt war und hatte ihre Hochzeit mit dem deutschen Handel der Hanse zwischen dem 15. und 18. Jh. Die weltberühmten Hafenhäuser der Brygge sind mehrfach abgebrannt und wieder aufgebaut worden.

Nachdem in den 70er Jahren Öl vor der norwegischen Küste gefunden wurde kam es zu einer neuen Blüte der Stadt. Heute ist es die zweitgrößte Stadt Norwegens.

 Jetzt ist es trocken und der fast volle Mond beschien vorhin die Meeresoberfläche auf dem Weg gen Norden. 

Hier noch einige Impressionen:  

Sonniger Momentauf dem Fløyen

  

etwas durchweicht vom Regen 🙂

  

der Ulriken, einer der sieben Hügel um die Stadt

auf der MS Trollfjord

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein