Warum die Pflege in Deutschland den Bach runtergeht – sehr gut erklärt von der ANSTALT

Aus aktuellem Anlass ist hier der Link zu einer sehr sehenswerten Ausgabe der ANSTALT (ZDF) vom 5.12.2017:

Die Anstalt vom 5.12.2017

( https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-5-dezember-2017-100.html )

Ich hoffe, das Angela Merkel und Horst Seehofer und die ganzen in der Entscheidungsebene diese Ausgaben auch sehen um der katastrophalen Entwicklung in der Pflege entgegen zu wirken so lange es noch geht.

Danke Max Uthoff und Claus von Wagner, dass ihr die Zustände so klar und entsetzlich deutlich dargestellt habt!

Diese unsägliche Bürokratie im deutschen Gesundheitswesen (nicht nur in der Altenpflege), der grassierende Zeitmangel den die Pflegekräfte durchstehen müssen, der Personalnotstand und die Unterbezahlung waren für mich Gründe mein Glück im Ausland zu versuchen!
Wenn ich mal viele Patienten versorgen muss, dann sind es 10 im Nachtdienst, nicht 30 oder 60. Und wir sind mindestens zu zweit auf Station – das heißt ich kann die Kollegin um Hilfe bitten wenn ich sie brauche.
Meine Sprachlichen Fertigkeiten konnte ich so schnell verbessern, weil ich hier die Zeit habe mich um die Patienten zu kümmern. Die Scheiß-Bürokratie – die in Deutschland dafür sorgt, dass man inzwischen mehr als die Hälfte der Zeit mit Berichte schreiben (und frisieren) verbringt, ist hier auf ein angenehmes UND ausreichendes Minimum reduziert.

Liebe Politiker in Deutschland,
es geht auch anders! Die Pflege darf nicht da sein um große Gewinne an Aktionäre aus zu schütten! Ändert dies solange es möglich ist und bevor das System zusammenbricht!
Es funktioniert in anderen Ländern (wie z.b. hier in Norwegen) sehr, sehr gut mit einer staatlichen Krankenkasse. Wer will kann trotzdem sich noch eine Privat Zusatzversicherung holen.
Springt über euren Schatten und vor allem über die Lobbyverbände der Aktionäre!

Lesenswert sind auch die beiden genannten Seiten aus der Sendung:

http://www.careslam.org

und http://www.pflegeinbewegung.de
Danke fürs lesen und verbreitet es bitte weiter!
Euer Christian

„Was machst du eigentlich beruflich?“ – Patientenbericht aus der Zeitung

Liebe Leserinnen und Leser,

nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

Achtung: In dem Artikel geht es um mein Arbeitsfeld und Blut. Wer das nicht verträgt sollte den Artikel lieber nicht lesen!
Ich werde immer mal wieder gefragt, was ich mache und wenn ich dann antworte Krankenpfleger kommen nachfragen was genau und so weiter. Sonst bin ich ja an die Schweigepflicht gebunden, aber da hier der Patient selber der Zeitung über seinen Unfall berichtet hat, kann ich das mal verwenden. Außerdem ist es ein toller Artikel über Nachbarschaftshilfe. Zu erst auf Norwegisch: (die deutsche Übersetzung folgt immer Anschluss in kursiv)
(an die Norwegisch Spezialisten: evtl. Übersetzungsfehler bitte ich zu verzeihen, ich übersetze es sinngemäß nicht wortwörtlich) 

(Erklärungen zu verschiedenen Punkten stehen in Klammern)

Kappet av tommelen – fikk uventet hjelp av naboene

Daumen abgeschnitten – bekam unerwartete Hilfe von den Nachbarn

Mens Stein Bakken lå på Rikshospitalet mobiliserte naboene til dugnad. – Det er helt rått, sier Bakken fra sykesenga i Oslo.
Als Stein Bakken (Name d. Patienten) im Rikshospital lag, organisierten seine Nachbarn eine „Dugnad“ (häufiger Norwegischer Brauch in Mehrfamilienhäusern, Wohnblöcken, Gemeinden, Firmen > gemeinsames Saubermachen, Frühjahrsputz, Renovieren, etc.) – Das ist total abgefahren, sagte Bakken vom Krankenbett in Oslo.

– Det er godt å bo på Kolvereid for å si det sånn, sier Stein Bakken fra sykesenga i Oslo.– Es ist gut in Kolvereid zu wohnen, das muss man mal so sagen!, sagte Stein Bakken vom Krankenbett in Oslo aus.FOTO: PRIVAT

Elisabeth Skarrud, Journalist, Malin Sveinsdotter Lystad, Journalist Publisert i dag, for 5 timer siden
Fredag kveld var Stein Bakken og kona i full gang med å male huset. Etter en stund tar Stein en pause fra malinga for å kløyve ved.
Freitag Abend war Stein Bakken und seine Frau damit beschäftigt das Haus zu streichen. Nach einiger Zeit hat Stein eine Pause vom Malen gemacht um Holz zu hacken. 
– Jeg sto og sagde ved med en vedmaskin. Jeg tok vel en sjans og da gikk tommelen av, sier Stein.
– Ich stand da und sägte Holz mit einer Tischkreissäge. Ich war wohl etwas zu unvorsichtig und da war der Daumen ab, sagte Stein.
Selv om han så at deler av tommelen var borte beholdt han fatningen.
Selbst als er sah, dass ein Teil des Daumens ab war, behielt er die Fassung.
– Jeg skjønte med en gang at dette ikke var dødsalvorlig så jeg var helt rolig. Jeg jobber i brannvesenet, så jeg har sett litt forskjellig.
– Ich wußte sofort, dass es nicht lebensgefährlich war, daher war ich ganz ruhig. Ich arbeite bei der Feuerwehr, da habe ich schon einiges gesehen.
Det var Namdalsavisa som først omtalte saken
Die „Namdalsavisa“ (Zeitung aus Namdal) schrieb als erste über die Sache.
– De trodde ikke på meg
– Sie glaubten mir nicht.
Da han oppdaget hva som hadde skjedd slo han av traktoren og gikk bort til kona som sto og snakket med to andre damer.
Als er merkte was passiert war, stellte er die Maschine ab und ging zu seiner Frau, die mit zwei anderen Damen redete.
– Jeg sa hun måtte ringe 113 fordi jeg hadde kuttet av tommelen. Men de trodde ikke på meg fordi jeg var så rolig.
– Ich sagte sie müssen 
die 113 (norwegischer Notruf) anrufen, weil ich mir den Daumen abgeschnitten habe. Aber sie glaubten mir nicht, weil ich so ruhig war.
Da han viste fram tommelen ble reaksjonen en annen.
Als ich ihnen den Daumen zeigte wurde die Reaktion eine andere.
– Jeg satt meg på trappa fordi jeg følte meg litt uvel, men det var ikke så smertefullt.
– Ich setzte mich auf die Treppe, da ich mich ein wenig unwohl fühlte, aber es war nicht sehr Schmerzhaft.
De ringte 113 og fikk spørsmål om de hadde funnet den avkappede delen av tommelen.
Sie riefen die 113 an und wurden gefragt ob der abgeschnittene Teil des Daumens gefunden wurde.
– Jeg tuslet tilbake og kikket under traktoren, og der lå den i flisdungen.
– Ich wankte zurück und sah unter den Traktor, und da lag er im Sägespäne-Haufen.
Tommelen er nå sydd på igjen.
Der Daumen ist wieder angenäht.FOTO: PRIVAT

Etter 15 minutter kom ambulansen. Stein fikk morfin og ambulansepersonellet tok bilder av tommelen. Etter hvert blir han flydd til Rikshospitalet hvor tommelen blir sydd på igjen.
Nach 15 Minuten kam der Krankenwagen. Stein bekam Morphin und die Sanitäter machten Bilder vom Daumen. Danach wurde er ins Rikshospital geflogen, wo der Daumen wieder angenäht wurde. (Anm.d.R.: Das Namdal liegt etwa 800 km nördlich von Oslo (200km nördlich Trondheim) am Atlantik. Die Patienten werden vom Unfallort mit dem Krankenwagen oder Hubschrauber (je nach Entfernung und Zeitaufwand) zum nächstgelegenen Flugplatz gebracht und dann mit einem Ambulanzjet nach Oslo geflogen und von dort mit dem Hubschrauber zum Rikshospital. Die Zeit zwischen der Amputation und dem Operationsbeginn sollte möglichst nicht über 6 Std. liegen, da sonst die Chancen, dass das amputierte Körperteil wieder anwächst deutlich sinken. Fast ganz Norwegen ist mit Rettungshubschraubern abgedeckt und an verschiedenen Stellen stehen die Ambulanzjets bereit. Dies ist notwendig, weil es zwar verschiedene Unikliniken im Land verteilt gibt, aber zum Beispiel zum Annähen von Fingern oder Händen die einzigen Ärzte die es können in Oslo sind. Es gibt einfach nicht genug Spezialisten die so etwas können.

34 naboer stilte opp – 34 Nachbarn traten an

Mens han og kona var på Rikshospitalet mobiliserte naboene til dugnad, for huset var langt fra ferdigmalt.
Während er und seine Frau im Rikshospital waren mobilisierten die Nachbarn eine Dugnad (siehe Erklärung oben), denn das Haus war lange davon entfernt, fertig gestrichen zu sein.
– Vi hadde sendt meldinger på Snapchat eller Facebook om at vi holdt på å male huset grått.
– Wir schickten ihm Bilder und Nachrichten über Snapchat und Facebook um ihm auf dem Laufenden zu halten, während wir sein Haus grau fertig malten. (Anm. d.R.: „Grau“ ist hier leider gerade eine Modefarbe für Häuser… 😉 )
Dette hadde blant annet Turid Finne fått med seg.
Das hatte unter anderem Turid Finne organisiert.
– Hun trommet sammen en gjeng på 34 personer som malte huset.
– Sie trommelte 34 Personen zusammen die das Haus fertig malten.
Stein blir tydelig rørt når han får spørsmål om hva han synes om naboenes innsats.
Stein war sehr gerührt, als er gefragt wurde, was er von dem Einsatz der Nachbarn hielt.
– Det er helt rått. Jeg har egentlig ikke ord på det.
– Das ist echt unglaublich. Ich wußte nicht was ich sagen soll.
– Det er godt å bo på Kolvereid for å si det sånn, legger han til.
– Es ist gut bei Kolvereid zu wohnen um es mal deutlich zu sagen, meinte er noch.
Han forlot et rødt hus, når han kommer tilbake er hele huset grått. Nå har han lagt en plan for hva han skal gjøre når han kommer hjem.
Er verließ ein rotes Haus (Anm.d.R.: Ich verstehe echt nicht wie man sich für Grau entscheiden kann… 😀 ), und wenn er zurück kommt ist das ganze Haus grau. Nun hat er sich überlegt, was er machen will, wenn er heimkommt.
– Jeg tror vi må ha en skikkelig hagefest.
– Ich glaube wir müssen ein schönes Gartenfest veranstalten.
Men det er ikke bare naboene Stein vil skryte av:
Aber es sind nicht nur die Nachbarn, die Stein rühmen will: 
– Det norske helsevesenet er helt fjell!
– Das norwegische Gesundheitswesen ist echt super!

 

Dem letzten Satz von Stein kann ich zwar nicht in allen Belangen zustimmen, aber auf jeden Fall in der Notfallversorgung. 

Was ist jetzt meine Aufgabe dabei: Die Patienten kommen nach der Operation zu uns auf Station. Wenn ein Finger/Hand/Arm wieder angenäht wurde ist eine kritische Phase von 8-10 Tagen zu überstehen. Während der Operation werden die Knochen, Venen und Arterien (Blutgefäße), Nerven, Sehnen und Muskeln und zum Schluss die Haut wieder zusammengenäht. Sehr wichtig ist dabei das gute funktionieren der Blutversorgung, damit das Gewebe nicht abstirbt. Das müssen wir hauptsächlich überprüfen. Dazu gehen wir 10 Tage lang JEDE Stunde zum Patienten, messen die Temperatur des Fingers, beobachten die Farbe des Fingers und die „Füllung“ mit Blut (drückt fest auf eine Stelle am Finger oder der Hand für ein paar Sekunden, lasst los: zuerst ist die Stelle gelblich (>blutarm) und wird (sollte zumindest) schnell wieder rosa bis rot werden – das ist die „Füllung“)
Im Idealfall ist die Temperatur über 33 °C, die Farbe rosa bis rot und die Füllung „normal“ (also innerhalb 1-2 sek wieder die gleiche Farbe). Fällt die Temperatur innerhalb einer Stunde um 1 ° C oder mehr, verändert sich die Farbe oder die Füllung funktioniert nicht wie sie soll, wird der diensthabende Arzt informiert, der dann entscheidet ob erneut operiert werden muss, ob einen weitere Operation nicht sinnvoll oder möglich ist, ob wir mit Heparin (Blutverdünnungsmittel) und „Fischmund“ (mit einem Skalpell wird ein Schlitz in die Fingerspitze geritzt, aus dem es idealerweise ständig leicht bluten sollte, das Heparin soll diese Wirkung verstärken) oder ob wir eine Blutegelbehandlung starten sollen. Bei der Blutegel Behandlung wird mit einer Nadel in den amputierten Finger gestochen und ein Blutegel an die Stelle gesetzt, dies soll dann 30-60 min saugen, dabei die Körpergröße ver- x- fachen und gibt währenddessen seinen Speichel in die Wunde ab, der die Durchblutung fördert. (Es ist gleichzeitig die Henkersmahlzeit, denn im Anschluss werden sie mittels kochendem Wasser getötet. Bis ein Blutegel, dass sich „satt“ gesaugt hat wieder hungrig wäre würden mehrere Monate vergehen, aus hygienischen Gründen, dürfen sie aber nur bei einem Patienten verwendet werden.)

Blutegelbehandlung

Blutegelbehandlung (bei einem ANDEREN Patienten!)

Mit den Blutegeln haben wir eine sehr gute Erfahrung gemacht. Hört der Finger auf zu bluten, wird das nächste Blutegel angesetzt. 
Erfolgsrate: Bei etwa 70% unserer Patienten wachsen die replantierten (=wieder angenähten) Körperteile wieder an. Bei den restlichen 30 % müssen sie leider amputiert werden, was an verschiedenen Gründen – Zeit zwischen der Amputation und Operation, anderen Erkrankungen wie Diabetes,… ; …. –  liegen kann.
Etwa 50-60% können sie danach auch wieder ganz oder teilweise benutzen und haben teilweise wieder Gefühl im Finger/Hand.

So, ich hoffe, das war ein bisschen interessant für euch.
Bis zum nächsten Artikel,

Euer Christian

 

Mein 1. Jahr in Norwegen – oder: Was ist Heimat?

So schnell ging es vorbei – mein erstes Jahr in Norwegen. Fast hätte ich das Jubiläum verpasst, aber Ulrike (Blog: Neues aus Norwegen, siehe „Interessante Seiten“) hat mich dankenswerterweise daran erinnert 🙂

1 Jahr in dem viel passiert ist. Umzug, neue Wohnung, Sprache lernen, Behördengänge inkl. Bürokratie, Personnummer, viele Besuche, neue Erfahrungen auf der Arbeit,  schöne Ausflüge in und um Oslo, weiterhin Sprache lernen, traumhafte Natur, nochmal neue Wohnung, noch mehr Besuche, Trips nach Deutschland, Helle und dunkle Nächte und – wie die Leser meiner Beiträge wissen – viele schöne Bilder.

Wir schreiben jedes Jahr in unserer Familie einen „Weihnachtsrundbrief“ an Freunde und Verwandte und in diesem Jahr hatte meine Mutter als Thema „Heimat“ ausgewählt. Hier ist mein Beitrag dazu:

Ergänzung: Ein Teil meines Berichtes über Heimat erschien auch in der Zeitung der Evangelischen Jugend in Bayern (ejb): Hier der Link dazu: pdf-Datei

(oder: http://www.ejb.de > Medien > Zett > Dezember 2013

oder falls das funktioniert am Ende dieses Artikels)

Was ist Heimat?

Heimat ist kein Ort – Heimat ist ein Gefühl“ (Herbert Grönemeyer). Dieser kurze Satz beschreibt für mich am besten, was ich unter Heimat verstehe. Er fiel mir sofort ein, als Mutter das Thema des diesjährigen Weihnachts-Rundbriefes erklärte und wie sie darauf kam. Wenn Heimat ein Ort wäre, hätte ich nämlich einige Heimaten: komme ich nach Miltenberg – fühle ich mich irgendwie heimisch, genauso in Erlangen und Buchbrunn und – seit fast einem Jahr – auch in Oslo.

Allerdings habe ich nicht überall das gleiche ‚Heimatgefühl‘, es ist überall verschieden. Lediglich bei Guttenberg (um alle meine bisherigen Wohnorte aufzuführen) fehlt es; ich denke, da war ich zu jung, um eine tiefere Bindung aufzubauen. Allerdings habe ich ein unbestimmtes Vertrautheitsgefühl, wenn ich dort bin. Ähnlich wie in Egloffstein, wo ich viele Ferien  bei meiner Omi verbracht habe.

Wenn ich sage: ich fahre heim, kommt es gerade darauf an, wo ich bin. Es ist mir auch in Deutschland schon passiert, dass ich vor dem Abflug nach Oslo gesagt habe: „Ich fliege  heim.“ Vom Gefühl her bin ich aber noch deutlich mehr in Deutschland beheimatet, als in Norwegen.

Was ist bei mir alles passiert in dem Jahr? Kurz gesagt: VIEL! Aber der Reihe nach: nachdem ich die Zusage für meine neue Stelle in Oslo hatte, wurde es nochmal spannend: die Kündigung in Deutschland hat sich etwas hingezogen, da meine Chefin in Erlangen mich nicht so einfach gehen lassen wollte, die per E-Mail angefragte Ein-Zimmer-Wohnung gab es 3 Wochen vor dem Umzug plötzlich nur noch für Vollzeit-Studenten, also musste ich eilig eine Wohnung auftun, und von meinem neuen Arbeitgeber kam eine E-Mail, dass ich ohne die ‚Personnummer‘ nicht mit dem Arbeiten anfangen könne. Bei letzterem befuerchtete ich schon vor Weihnachten noch einmal schnell nach Norwegen fliegen zu muessen. Ohne Garantie, die Personnummer auch rechtzeitig zu bekommen. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass mir irgendwas den Neuanfang schwer machen wollte. Zum Glück hat sich aber alles geklärt. Das UDI (Utenlendingsdirektoratet – Einwanderungsbehörde) hatte auch an Silvester für 2 Std. offen und da bekam ich meine vorläufige Personnummer – mit der ich ab 2.1.13 dann auch arbeiten durfte.

Nach einigen Emails hatte ich (für  max. 1 Jahr) eine Mitarbeiterwohnung bekommen. Die hatte leider nicht einmal Kühlschrank und Herd, und so musste ich kurzfristig meinen Umzug nach Oslo größer planen. Eigentlich wollte ich nur das Nötigste mit umziehen und, nachdem ich eine endgültige Wohnung gefunden habe, den Rest nachholen. Nun musste eben alles auf einmal mit und auch noch unser 40 Jahre alter Einbaukühlschrank. Zwei Herdplatten bekam ich dankenswerterweise von einer Kollegin aus Erlangen geliehen. Dank der Hilfe von vielen Freunden, Martin und Vater, habe ich es dann auch tatsächlich geschafft, am 29.12. früh um ca. 1 Uhr meinen Wohnungsschlüssel in Erlangen in den Briefkasten zu werfen (da ist mir die Wohnheimverwaltung sehr entgegengekommen). Von Hirtshals in Dänemark ging es am 30.12. mit der „Colorline Superspeed“ nach Larvik am Oslofjord, und abends holte ich den Schlüssel an der Rezeption vom Rikshospital ab (norwegisches Entgegenkommen 🙂  ).  Und am 31.12.2012 bin ich ja morgens zum ‚Einwanderungsamt‘ gegangen und habe eine vorläufige ‚Personnummer‘ beantragt und bekommen, während Martin und Vater fleißig in der kleinen Wohnung Bett, etc. aufbauten. Abends sind wir dann schön essen gegangen und bald nach Mitternacht ins Bett, da man durch starken Nebel nicht viel vom Feuerwerk zu sehen bekam. Nach dem stressigen Umzug waren meine ersten Arbeitswochen von viel Neuem geprägt: neues Fachgebiet  (Orthopädie), neue Sprache, Sprachkurse, Behördengänge, …

Was ist noch Heimat?  Bayern hat jetzt plötzlich ein Heimatministerium – mit Sitz in Franken – allerdings weiß noch keiner so genau, auch nicht die dort neuen Beamten, was sie machen sollen und wofür es zuständig sein soll (Vermutlich ein Wahlgeschenk  an die Franken, damit sie begeistert für die Regierungspartei stimmen J) Ich hoffe, es wird kein Heimatschutzministerium daraus wie in den USA. Dann könnte ich sehr wohl darauf verzichten. Laut Wikipedia „verweist Heimat zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Heimat auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.“

Der Stern schrieb 2004: „Heimat ist mehr. Mehr als Heim, mehr als Heimstatt, mehr als Heimatstadt, mehr als Heimatland. Heimat ist eigen, konturlos, verschwimmend in Farben und Formen, ausufernd und ungreifbar wie ein Traum. .. Aber Heimat ist noch mehr. Die Erinnerung gehört dazu, die ins unterbewusste Gedächtnis eingebrannte Mischung aus Geschmack, Geruch, Geräuschen.  …  Solange Heimat da ist, spürt man sie kaum. Wie gute Luft, die man atmet und für selbstverständlich hält. Erst wenn beides fehlt, erkennt man ihren Wert. …“ Dem kann ich voll zustimmen. Auch wenn Oslo so langsam für mich Heimat wird, z.B. wenn ich meinen Gästen Stadt und Umgebung zeige. – meine ‚alte‘ Heimat vermisse ich schon ab und zu!

Da im ersten Jahr viel Zeit fürs Sprache Lernen draufging, merkte ich, dass es stimmt, was viele Norwegen-Bücher schreiben: es ist nicht leicht, Freundschaften zu schließen. Die Norweger sind da etwas hmm, nennen wir es mal zurückhaltend. Aber inzwischen bin ich auch schon zu ein paar privaten Feiern von Kollegen/Innen eingeladen worden und sprachlich so weit, dass ich bei den meisten Gesprächen gut mitkomme. Sprechen ist auf jeden Fall leichter als das Verstehen. Wie gut ich bei einem Gespräch mitkomme, hängt sehr vom Dialekt und der Sprechgeschwindigkeit meines Gegenübers ab. Für meine Sprache, bzw. Aussprache wurde ich von Patienten und Kollegen schon mehrfach gelobt.

Für ‚Neuankömmlinge‘ ist es sinnvoll, sich in Gruppen mit anderen Einwanderern, wie der Deutsch-Norwegischen Gesellschaft, auszutauschen oder Kontakt zu anderen Gemeinschaften und Gruppen – deutsche Evangelische Gemeinde – zu suchen. In sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es auch viele Gruppen („New to Oslo“, „Ständige Vertretung“, „Auswandern nach Norwegen“, …) über die man sich verabredet, Tipps weitergibt und bekommt und Fragen zu Problemen stellen kann, etc.

Wenn ich nicht arbeiten müsste um Geld zum Leben zu verdienen, würde ich es aktuell noch vorziehen, in Deutschland zu wohnen und hierher alle paar Wochen zum Urlauben zu kommen. Am liebsten in eine Hütte am Ringkolltoppen oberhalb vom Tyrifjorden. Oder ich würde hier auf einer Bohrinsel arbeiten: 2 Wochen auf hoher See und dann 4 Wochen frei! Naja, man wird ja noch träumen dürfen.

Aber zurück zu mir: die Arbeitsbedingungen sind hier x-mal besser als in Deutschland (zumindest in meiner Branche): viel mehr Personal für weniger Patienten, stressfreieres Arbeiten, viel bessere Bezahlung. Ich kann mir jetzt schon nicht mehr vorstellen, in einer Vollzeitstelle in Deutschland als Pfleger zu arbeiten, solange die Arbeitsbedingungen in Deutschland nicht humaner werden. (Vielleicht bis 25 %, aber nicht mehr bei einer 100 % Stelle) Nur die Bürokratie ist aehnlich! Ohne die schon erwähnte Fødselsnummer (Personnummer = Geburtstag + 5 Zahlen) geht hier GAR NICHTS! Nicht nur die Probleme auf der Arbeit; ohne die Nummer gibt’s kein Bankkonto und keine Verträge (Telefon, Internet, …). Das hat den Anfang hier doch etwas schwerer gemacht als erwartet. Aber inzwischen läuft alles ganz ok, und seit 1.1.14 bin ich sogar unbefristet angestellt! Eine 85 % Stelle mit überwiegend Nachtdiensten habe ich bekommen. Das ist ein weiterer Schritt, um in meiner neuen Heimat anzukommen.

Und zum Leben sind Oslo und Norwegen wunderschön!

In meinem Blogbeitrægen habe ich dazu ja schon viel geschrieben. Es gibt diverse Bilder meiner Ausflüge zu genießen. Kulturell und sportlich hat Oslo natürlich sehr viel zu bieten: z.B. gab es im Mai einen Tag „Turist i egen by“ – „Tourist in der eigenen Stadt“: Alle Museen, …, alle Sehens-würdigkeiten aus dem Oslo-Pass für Touristen waren  kostenlos für die Einwohner Oslos zugänglich! Es gab dieses Jahr eine große Sonderausstellung zum 150. Geburtstag des Malers Edvard Munch („Der Schrei“). An Ostern gibt es kostenlose Konzerte in der Oper. Es finden sich Museen zu allen möglichen Themenbereichen. Und es gibt es noch diverse Festivals (Øl-Festival = Bierfestival; Musikfestivals aller Arten; Hafenfest; ….). Der Sport kommt natürlich auch nicht zu kurz: Biathlon, Skispringen am Holmenkollen, Diamond League in der Leichtathletik, Radfahren, Segeln, Schwimmen im Fjord, Angeln. Und nach der Münchner Ablehnung von Olympia 2022 sind die Chancen SEHR hoch, dass ich einige Wettkampfstätten direkt vor der Haustür habe, nun ist nämlich Oslo Favorit! – Kurz gesagt: Langweilig wird mir hier bestimmt nicht!!!

Mein erstes Domizil hier war eine kleine Mitarbeiterwohnung, die verkehrstechnisch zur Arbeit nicht so günstig lag. Seit August habe ich nun eine neue Wohnung – näher am Rikshospital – in der ich mehr Platz auch für Übernachtungsgäste habe. Wohnzimmer mit Küche, Bad, Flur und Schlafzimmer und ein großer Garten davor (den ich zum Teil mitnutzen darf).  Meine Vermieter, ein älteres Ehepaar und waren ganz froh zu hören, dass ich auch einige kleine Arbeiten übernehmen kann – wie hier üblich,  bezahlt.

Viele Besucher durfte ich hier schon bewirten und herumführen (meine Brüder Martin und Hans-Jörg; René, Michelle und Stefan, David&Sarah, Marko mit Familie und nun über Silvester waren Daniel&Steffi und ihre Schwester Uli hier), und ich war bereits fünfmal in der Heimat in Deutschland zu Besuch. Dreimal zu Hochzeiten (Arbeitskollegin Eva & Manuel; mein bester Freund aus Erlangen, Daniel & Steffi, bei denen  ich als Trauzeuge fungieren durfte – sowie mein bester Freund vom Roten Kreuz in Miltenberg, René & Michelle), und zum 70. Geburtstag von Tante Gudrun und zuletzt an Weihnachten. Es war für mich sehr schön festzustellen, dass meine beiden Heimaten Deutschland und Norwegen nur knapp 2 Flugstunden auseinanderliegen.

Was gab es noch bei mir:

– Wahlen, sowohl in der neuen als auch der alten Heimat

– Norwegische Bräuche und leckeres norwegisches Essen habe ich kennengelernt

– Kometen beobachtet und fotografiert, leider noch kein Aurora Borealis (Nordlicht, Polarlicht) gesehen

– Inselhopping auf den wundervollen Fjordinseln.

Und diese Liste könnte ich noch lange fortsetzen. Aber langweilen will ich niemanden. Zum Schluss gibt es noch meine Top 10 – hmmm, wohl eher Top 50 – ach ne, Top 65 – Lieblingsbilder von 2013 🙂 .

Hjertlig hilsen og har det godt (Herzliche Grüße und gehabt euch gut = norwegische Abschiedsgrüße)

Euer Christian

Skulptur bei Huk auf Bygdøy

Skulptur bei Huk auf Bygdøy

Lunsj ist hier ein kalter oder Warmer Imbiss der Mittags/Nachmittags zu sich genommen wird: Hier: Seranoschinken, Briekäse, Vinaigrettecreme, Salat und Sprossen, Walnüsse mit Honig, und eine leckere scharfe Ingwer-GemüseSuppe

Lunsj ist hier ein kalter oder Warmer Imbiss der Mittags/Nachmittags zu sich genommen wird: Hier: Seranoschinken, Briekäse, Vinaigrettecreme, Salat und Sprossen, Walnüsse mit Honig, und eine leckere scharfe Ingwer-GemüseSuppe

Sognsvann im Winter - ich kann auf dem Wasser laufen! Ok, auf gefrorenem Wasser...

Sognsvann im Winter – ich kann auf dem Wasser laufen! Ok, auf gefrorenem Wasser…

Winterwonderland...

Winterwonderland…

Die Holmenkollen-Kirche im abendlichen Winterkleid mit Fjord im Hintergrund...

Die Holmenkollen-Kirche im abendlichen Winterkleid mit Fjord im Hintergrund…

T-Bane zum Frognerseteren - Haltestellen Voksenkollen

T-Bane zum Frognerseteren – Haltestellen Voksenkollen

Blick über den Winterwald auf die Vororte von Oslo

Blick über den Winterwald auf die Vororte von Oslo

... aus dem vereisten Oslofjord.

… aus dem vereisten Oslofjord.

.... ne doch lieber da.

Da will ich ne Hütte haben…

Garnelen - leckeres Essen mit selbstgemachtem Dilldipp...

Garnelen – leckeres Essen mit selbstgemachtem Dilldipp…

... und große (naja) Leuchttürmchen....

… und große (naja) Leuchttürmchen….

Der Winter hat mit seinem langen Atem ...

Der Winter hat mit seinem langen Atem …

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ein traumhafter Vollmond

ein traumhafter Vollmond

Nächtliches Oslo mit Skiabfahrt im Vordergrund

Nächtliches Oslo mit Skiabfahrt im Vordergrund

Orginelle Schilder aller Couleur.

Orginelle Schilder aller Couleur.

Der letzte Schneemann (?) - hoffentlich (zumindest für die nächsten 8 Monate

Der letzte Schneemann (?) – hoffentlich (zumindest für die nächsten 8 Monate

Die Colorline auf der Fahrt durch den Oslo-Fjord nach Kiel ....

Die Colorline auf der Fahrt durch den Oslo-Fjord nach Kiel ….

und die darf natürlich nicht fehlen: das Skandinavische Kreuz mit weißer Kontur auf Rotem Grund

und die darf natürlich nicht fehlen: das Skandinavische Kreuz mit weißer Kontur auf Rotem Grund

Seetang (oder so) und Seepocken im Ebbe-Flut-Bereich

Seetang (oder so) und Seepocken im Ebbe-Flut-Bereich

Seepocken und Seetang

Seepocken und Seetang

.... aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen.......

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen…….

Frühling in Oslo

Frühling in Oslo

Die "Christian Radich" ...

Die „Christian Radich“ …

Diese Bilder sind von 22:20! am 28.April... Noch immer Dämmerung

Diese Bilder sind von 22:20! am 28.April… Noch immer Dämmerung

"Russedans"

„Russedans“

Traumhafte Wælder bei schønstem Fruehlingswetter!

Traumhafte Wælder bei schønstem Fruehlingswetter!

Fantastische Fruehlingssonne

Fantastische Fruehlingssonne

Hochfjell mit dem Tele rangeholt

Hochfjell mit dem Tele rangeholt

Der Troll wacht ueber den Holmenkollen

Der Troll wacht ueber den Holmenkollen

"Über den Wolken ...."

„Über den Wolken ….“

Siesta!

Siesta!

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Akershus Festung im Sommer

Akershus Festung im Sommer

Es geht tatsächlich...

Es geht tatsächlich…

Könnte auch auf meiner Märklin Eisenbahn sein.

Könnte auch auf meiner Märklin Eisenbahn sein.

... nochmal ...

Möwe …

Dafür haben sie dann auch fleißig posiert: Möwe ...

und nochmal Möwe

Seeschwalben, Möwen, ... stürzten sich auf zufällig von uns auffliegende Brotkrumen ;-)

Seeschwalben, Möwen, … stürzten sich auf zufällig von uns auffliegende Brotkrumen 😉

... und ganz nah!  PS: Martin: sind das Sonnenflecken oder was auf der Erde?

… und ganz nah!
PS: Martin: sind das Sonnenflecken oder was auf der Erde?

So lässt es sich gut leben am Wohnort/Arbeitsplatz

So lässt es sich gut leben am Wohnort/Arbeitsplatz

Noch dazu mit DEM SPITZEN WOLKENGEBILDE!!!

Wonderfull!

Am Beginn der Tour: Ob es den nächsten Windstoss übersteht?

Am Beginn der Tour: Ob es den nächsten Windstoss übersteht?

Verpflegung bei anstrengender Radtour: Norwegische, leckere Erdbeeren.

Verpflegung bei anstrengender Radtour: Norwegische, leckere Erdbeeren.

NEIN - Norweger sind KEINE Kannibalen, die Kinder lecker finden!!! :-) Auf dem Schild steht nur: Sei Vorsichtig! Kinder spielen" :D

NEIN – Norweger sind KEINE Kannibalen, die Kinder lecker finden!!! 🙂 Auf dem Schild steht nur: Sei Vorsichtig! Kinder spielen“ 😀

Sommer!

Sommer!

St. Margreta Ruine: Häufige Freiluftgottesdienste Theater und Konzerte finden dort jeden Sommer statt.

St. Margreta Ruine: Häufige Freiluftgottesdienste Theater und Konzerte finden dort jeden Sommer statt.

... und schönen Orten (das Haus mit der BESTEN AUSSICHT: Freier Blick in alle vier Richtungen!!!) ...

… und schönen Orten (das Haus mit der BESTEN AUSSICHT: Freier Blick in alle vier Richtungen!!!) …

... ueber Oslo.

Nacht ueber Oslo.

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... auf den Fjordinseln.

… auf den Fjordinseln.

Natuerlich darf Munch's "Der Schrei" nicht fehlen

Natuerlich darf Munch’s „Der Schrei“ nicht fehlen

Blau ist eine der Vorherrschenden Farben - hier Luftballons mit Vollmond

Blau ist eine der Vorherrschenden Farben – hier Luftballons mit Vollmond

Kunst Teil II - Ach ne nur ne Røde Kors (Norwegens Rotes Kreuz) Weste ;-)

Kunst Teil II – Ach ne nur ne Røde Kors (Norwegens Rotes Kreuz) Weste 😉

Nochmal die Stabkirche: Wie ein umgedrehtes Vikinger-Schiff?

Nochmal die Stabkirche: Wie ein umgedrehtes Vikinger-Schiff?

Osloer Oper im Nachtgewand

Osloer Oper im Nachtgewand

auf in den Fjord

auf in den Fjord

Moderne Kunst und modernes Schiff.

Moderne Kunst und modernes Schiff.

... mein Lieblingsgemælde von ihm! :-)

… mein Lieblingsgemælde von Munch! 🙂

... und am Gaustad Sykehus, Heute eine Psychatrische Klinik.

Herbst am Gaustad Sykehus, Heute eine Psychatrische Klinik.

... Farben!

Herbst-  Farben!

... Stabkirche von Gol

Stabkirche von Gol

Rudolph the Rednosed Reindeer? (Nur ohne Rote Nase) :-)

Rudolph the Rednosed Reindeer? (Nur ohne Rote Nase) 🙂

Joa, ist denn heut scho Weihnachten?

Joa, ist denn heut scho Weihnachten?

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Alltagsaugenblicke aus den letzten Wochen (ergänzt!)

Besucher an meinen Balkonblumen

Besucher an meinen Balkonblumen

"Besucher" im Morgengrauen am Rikshospital

„Besucher“ im Morgengrauen am Rikshospital

Einer der wenigen Schmetterlinge die ich hier gesehen habe bisher.

Einer der wenigen Schmetterlinge die ich hier gesehen habe bisher.

Wunderschöne dunklerote Malve

Wunderschöne dunklerote Malve

"Nanu, die T-Bane (Metro ist zu weit gefahren) :-) Eine Station vorher ist Østhorn, dann gibts auch noch Vestli im Osten von Oslo und Østerås im Westen. Manche Wörter hören sich für Deutsche schon sehr lustig an.

„Nanu, die T-Bane (Metro ist zu weit gefahren) 🙂 Eine Station vorher ist Østhorn, dann gibts auch noch Vestli im Osten von Oslo und Østerås im Westen. Manche Wörter hören sich für Deutsche schon sehr lustig an.

Als Gärtner muss ich sagen ...

Als Gärtner muss ich sagen …

... auf schöne Blumenarrangements ...

… auf schöne Blumenarrangements …

... verstehen sie sich auch ...

… verstehen sie sich auch …

... in Oslo.

… in Oslo.

Regenrinnen die in die Kanalistation führen??? - ...

Regenrinnen die in die Kanalistation führen??? – …

... Brauchen man nicht in Oslo... Man kann doch die Rasenfläche vor dem Haus unter Wasser setzen! überhaupt: auch in der Stadt gehen die meisten Regenfallrohre auf den Gehweg und setzen den unter Wasser bzw. spülen die Gehwege sauber.

… Brauchen man nicht in Oslo… Man kann doch die Rasenfläche vor dem Haus unter Wasser setzen! überhaupt: auch in der Stadt gehen die meisten Regenfallrohre auf den Gehweg und setzen den unter Wasser bzw. spülen die Gehwege sauber.

Unsere Haustiere auf der Arbeit: Blutegel...

Unsere Haustiere auf der Arbeit: Blutegel…

... wir verwenden sie bei Patienten die sich mit Axt, Kreissäge, ect. die Finger abgeschnitten haben. Dieser werden bei uns wieder angenäht und damit der Blutfluss aufrecht erhalten wird, verwenden wir die Blutegel. Sie werden auf den replantierten (=wieder angenähten) Finger gesetzt und sondern beim Saugen einen Stoff ab, der Blutverdünnend wirkt und somit den Finger am Leben erhält. (Hier haben wir gerade das Wasser des Aquariums gewechselt)

… wir verwenden sie bei Patienten die sich mit Axt, Kreissäge, ect. die Finger abgeschnitten haben. Dieser werden bei uns wieder angenäht und damit der Blutfluss aufrecht erhalten wird, verwenden wir die Blutegel. Sie werden auf den replantierten (=wieder angenähten) Finger gesetzt und sondern beim Saugen einen Stoff ab, der Blutverdünnend wirkt und somit den Finger am Leben erhält. (Hier haben wir gerade das Wasser des Aquariums gewechselt)

Den Bachstelzen gefällt die Wasserpfütze ...

Den Bachstelzen gefällt die Wasserpfütze …

... äusserst gut! Vor allem bei der Hitze der letzten Wochen...

… äusserst gut! Vor allem bei der Hitze der letzten Wochen…

Noch mehr Kreuzfahrer in Oslo

Noch mehr Kreuzfahrer in Oslo

... und grosse Nutzniesser der Zivilisation.

… und grosse Nutzniesser der Zivilisation.

Kleine ...

Kleine …

Riesenkreuzfahrer in Oslo

Riesenkreuzfahrer in Oslo

NEIN - Norweger sind KEINE Kannibalen, die Kinder lecker finden!!! :-) Auf dem Schild steht nur: Sei Vorsichtig! Kinder spielen" :D

NEIN – Norweger sind KEINE Kannibalen, die Kinder lecker finden!!! 🙂 Auf dem Schild steht nur: Sei Vorsichtig! Kinder spielen“ 😀

Vollmond über Oslo

Der Juli-Vollmond hat mich zu einer kleinen Nachtwanderung inspiriert. Und mit dem Teleobjektiv meiner Panasonic Lumix FZ 200 bin ich sehr zufrieden. Aber seht selbst:

2 Tage vor Vollmond

2 Tage vor Vollmond

Vollmond über Oslo im Juli 2013

Vollmond über Oslo im Juli 2013

Detailaufnahme des Vollmondes: Die Krater sind sehr schön zu erkennen.

Detailaufnahme des Vollmondes: Die Krater sind sehr schön zu erkennen.

Rikshospital im Nachtdienst ca. um 1:00 Uhr Nachts am 20.Juli

Rikshospital im Nachtdienst ca. um 1:00 Uhr Nachts am 20.Juli

Mond in Pastellfarben

Kraterdetails

Kraterdetails

und noch mehr Mond.

und noch mehr Mond.

P1050008

Montebello T-Bane Stasjon bei Vollmond

Montebello T-Bane Stasjon bei Vollmond

Dæmmerungsbeginn gegen 2:30...

Dæmmerungsbeginn gegen 2:30…

... Mitte Juli ...

… Mitte Juli …

... ueber Oslo.

… ueber Oslo.

Blick nach Osten

Blick nach Osten

Dazu ergab sich die Möglichkeit für mich ein Phänomen der der Sommersonnwendzeit zu beobachten:

(Quelle: Wikipedia)

Leuchtende Nachtwolken (Abk. NLC von engl. noctilucent clouds) sind Ansammlungen von Eiskristallen oberhalb der Mesosphäre in der Mesopause. Dort wird das absolute Temperaturminimum der Erdatmosphäre erreicht. Sie erscheinen in einer Höhe von 81 bis 85 km – im Gegensatz zu den Wolkenformen der Troposphäre, die maximal eine Höhe von 13 km erreichen. Die meisten Sichtungen in Mitteleuropa gibt es von Anfang Juni bis Ende Juli (also in den Monaten um die Sommersonnenwende) in der Dämmerung Richtung Norden als leuchtende faserige Wolken und sind nicht mit den polaren Stratosphärenwolken zu verwechseln. Aufgrund ihrer großen Höhe können sie auch nach Sonnenuntergang von der schräg unter dem Horizont stehenden Sonne angestrahlt und damit zum „Leuchten“ gebracht werden. Sie werden sichtbar, wenn die Sonne zwischen 6° bis 16° unter dem Horizont steht. Das Licht der Sonne wird dann von den leuchtenden Nachtwolken noch reflektiert, während der Himmel sonst bereits fast dunkel ist. Ihre Färbung hängt vom Sonnenstand ab und kann von gelb bis silbrig-perlmuttartig reichen.

Leuchtende Nachtwolken ueber Oslo

Leuchtende Nachtwolken ueber Oslo

Ansatzweise habe ich sie zwar schon in Deutschland sehen können, aber hier sind sie noch deutlicher und häufiger zu sehen.

Und hier noch einige Eindrücke vom frühen Morgen (gegen 4:30 Uhr, Ausblick von meiner Station im Rikshospital).

Gegenüber vom Rikshospital sind alte Universitætsgebäude...

Gegenüber vom Rikshospital sind alte Universitætsgebäude…

Lichtspiele am Morgen

… die im ersten Sonnenlicht des Morgens erstrahlen.

Turm der Kirche auf dem Unigelände

Turm der Kirche auf dem Unigelände

Turm der Ris-Kirche (Nähe Rikshospital) nach der Nachtschicht

Turm der Ris-Kirche (Nähe Rikshospital) nach der Nachtschicht

Holmenkollenschanze ebenfalls nach der Arbeit in der Bereits hochstehenden Sonne

Holmenkollenschanze ebenfalls nach der Arbeit in der Bereits hochstehenden Sonne

Deutschland (von oben), ein norwegisches Sommerfest, und andere Geschichten…

Nachdem ich nun über einen Monat nix geschrieben habe, kommen hier die neuesten Nachrichten aus Norwegen mal in einem Bericht. Gleich vorneweg: die Bilder sind diesmal nicht ganz so gut, da nur mit dem Handy aufgenommen, meine Kamera ist auf Reparatur in Deutschland und kommt nächste Woche mit meinem nächsten Besuch nach Norwegen gefahren. (Aktualisierung: Meine Kamera ist repariert wieder da. Der Artikel hat sich glatt um noch ne Woche verschoben…. 🙂 )

Wo fange ich denn am besten an??? Hmm, mit dem Deutschland-Besuch: das mit dem Urlaub ist ja in dem ersten Jahr in Norwegen als Arbeitnehmer so eine Sache – den Anspruch auf Urlaubsgeld erwirbt man sich erst nachdem man 12 Monate gearbeitet hat, d.h.. ich könnte Urlaub nehmen, würde aber dafür kein Gehalt bekommen. Daher beschränke ich nun meinen Urlaub in diesem Jahr auf ein Minimum, da ich ihn mit „Frei“ bestreite. Ich arbeite also vorher und nachher etwas mehr, und kann dann zB. Zur Hochzeit einer Freundin und früheren Arbeitskollegin nach Erlangen kommen, zufälligerweise (glücklicherweise?! 😉 ) fällt diese Hochzeit mit dem Pfingstwochenende zusammen wo ja auch noch Erlanger Bergkirchweih ist, zusammen…. So was aber auch, danke für die Planung Eva, hat genau gepasst….. 🙂
Kurz: ich bin am Mittwoch, 15.5. aus drei Nachtdiensten herausgekommen und hatte mit meiner stellvertretenden Stationsleitung, die auch die Dienstpläne schreibt ausgemacht, dass ich eine Woche frei habe. Mittags – nach zwei std.

Lufthansa im Retro-Style

Lufthansa im Retro-Style

Hamburger Volksparksstadion

Hamburger Volksparksstadion

Airbus-Endmontage mit Flughafen am Hamburger Hafen

Airbus-Endmontage mit Flughafen am Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Hattenbacher Dreieck (A5/A7)

Hattenbacher Dreieck (A5/A7)

Hessen: re. A45, Mitte re. Ravolzhausen, vorne Hanau-Erlensee

Hessen: re. A45, Mitte re. Ravolzhausen, vorne Hanau-Erlensee

Hessen: Bruchköbel, Kreuz A66/B45

Hessen: Bruchköbel, Kreuz A66/B45

Hessen: Mittelbuchen

Hessen: Mittelbuchen

Frankfurt

Frankfurt

Frankfurt "Mainhatten"

Frankfurt „Mainhatten“

Frankfurt

Frankfurt

Frankfurt Messe

Frankfurt Messe

Frankfurt

Frankfurt

Flughafen Frankfurt: Nordlandebahn, Neue Feuerwache

Flughafen Frankfurt: Nordlandebahn, Neue Feuerwache

Schlaf – bin ich dann nach Deutschland geflogen. – Mit einer Lufthansa Maschine im Retro-Style. (Seit dem 50.jährigen Lufthansa Jubiläum fliegt immer eine Maschine in diesem Look habe ich mir sagen lassen.) Über Deutschland angekommen, habe ich ein neues Hobby entdeckt: Markante Merkmale in der Landschaft fotografieren und dann über Google Maps die Flugroute nachvollziehen 😉 Auch von oben ist Deutschland ein schönes und interessantes Land!

Unglaublich wie lecker so ein Paar Wiener am Frankfurter Flughafen schmecken können - nach 5 Monaten ohne ... :-)

Unglaublich wie lecker so ein Paar Wiener am Frankfurter Flughafen schmecken können – nach 5 Monaten ohne … 🙂

In Frankfurt angekommen war es dann etwas spannend, denn ich hatte ein supergünstiges Angebot gefunden: Flug-Zug-Kombiticket: Oslo – Frankfurt fliegen, und weiter mit dem ICE nach Köln. Ich hatte halt gedacht, das interessiert doch die Lufthansa und die Bahn nicht ob ich in dem Zug sitze oder nicht. Dummerweise stand in den Anhängen an die Email dann „wenn sie einen Abschnitt der Fahrt nicht antreten, verfallen die anderen automatisch. Ich habe dann doch nochmal nachgefragt wie das denn ist, wenn man online eincheckt (nach meiner Logik weiß dann ja weder die Bahn noch die lh ob man wirklich im Zug sitzt oder nicht) und nach einigem hin und her hieß es dann das es kein Problem sei. Darauf habe ich mich dann verlassen und auch der Rückflug verlief problemlos.  Das nächste Mal buche ich dann doch lieber die

Garten Buchbrunn

Garten Buchbrunn

Garten Buchbrunn bei meinen Eltern

Garten Buchbrunn bei meinen Eltern

Schwertlilie mit schönem Lila Farbton

Schwertlilie mit schönem Lila Farbton

etwas teureren direkten Verbindungen ohne solche Köln-Spirenzchen. Der hat mir sogar traumhafte Blau-Weiß-Himmel Kontraste beschert.
Meine Eltern haben sich sehr gefreut ihr Söhnchen auch mal wieder live und nicht nur über Skype (Internettelefonie) zu sehen und ich war froh nach dem langen Winter (auch die Osloer sagen, dass der dieses Jahr sehr lange und intensiv war) mal wieder einen Blick in den herrlich-sattgrünen Garten meiner Eltern werfen zu können.

Uli (Steffi's Schwester), Anna-Lena, Steffi (zw. den Bierkrügen) und Daniel rechts am Berch in Erlangen

Uli (Steffi’s Schwester), Anna-Lena, Steffi (zw. den Bierkrügen) und Daniel rechts am Berch in Erlangen

Erlanger Berch 2013: Plastikplanen gegen den Regen und die Gaudi darunter :-)

Erlanger Berch 2013: Plastikplanen gegen den Regen und die Gaudi darunter 🙂

Erlanger Berch 2013: Riesenrad und Menschenmassen

Erlanger Berch 2013: Riesenrad und Menschenmassen

Erlanger Berch 2013: Frühschoppen mit Carinchen

Erlanger Berch 2013: Frühschoppen mit Carinchen

Erlanger Berch 2013: Frühschoppen

Erlanger Berch 2013: Frühschoppen

Eva & Manuel

Eva & Manuel

Eva's Hochzeitsfeier im Bayerischen Hof in Erlangen

Eva’s Hochzeitsfeier im Bayerischen Hof in Erlangen

Von Freitag bis Montag war ich dann in Erlangen und habe viele Freunde getroffen. Leider hat das Wetter nur am Samstag zur Hochzeit mitgespielt, nichts desto trotz kann man auch bei Regen am „Berch“ Spaß haben: wir sind die unter der Plastikplane! 🙂 , die Stimmung bei war gut, das war das Wichtigste. Auch am Montag zum Frühshoppen und Abends am Berg war es eher feuchtkalt als trockenheiß, aber das Wetter kann man sich halt nicht aussuchen.                                 Am Samstag zur Hochzeit von Eva und Manuel herrschte dann bestes Frühsommerwetter (nur abends lange draußen sitzen war noch nicht drin).

Nach einem weiteren Tag ausspannen bei meinen Eltern ging es dann leider schon wieder zurück. Der Rückflug bescherte mir dann über den Wolken (Darunter fast die ganze Strecke: Regen sowohl in Deutschland – die Flutkatastrophe zeichnete sich ab – als auch in Norwegen, wo es schon Überschwemmungen gab, da Starkregen und Schneeschmelze hier zusammenkamen) einen tollen tiefblauen Himmel.
Meine nächsten Deutschland Besuche werden der 70. Geburtstag meiner Tante (1 Wochenende im Juli), die Hochzeit meines besten Freundes (Teil 1) Daniel mit Steffi (Anfang September) und überraschend auch die Hochzeit meines anderen besten Freundes (Teil 2 🙂 ) René mit Michelle (Ende September) sein.

"Über den Wolken ...."

„Über den Wolken ….“

"... muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein"   - Traumhaftes Blau-Weiß auf dem Rückflug

„… muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein“ – Traumhaftes Blau-Weiß auf dem Rückflug

Sommerfest: Das Festkommite bekommt auch ein großes Lob - Inger, Veronika und eine Kollegin der Plastischen Kirurgi (beklager, jeg har glemt navnen)

Sommerfest: Das Festkommite bekommt auch ein großes Lob – Inger, Veronika und eine Kollegin der Plastischen Kirurgi (beklager, jeg har glemt navnen)

Sommerfest: links Agnetha, rechts Jannike

Sommerfest: links Agnetha, rechts Jannike

Sommerfest: Inger-Marie, Anne und Alice

Sommerfest: Inger-Marie, Anne und Alice

Sommerfest: rechts 2 Kolleginnen von der Plastischen Chirurgie, dann Alice, Wilmae, Josephine, Maxima und links Wilhelm von der Orthopädie

Sommerfest: rechts 2 Kolleginnen von der Plastischen Chirurgie, dann Alice, Wilmae, Josephine, Maxima und links Wilhelm von der Orthopädie

Praxistip's auf dem Sommerfest: erfolgreiche Bekämpfung von Schluckauf: Inger-Marie hält Eva-Katherine die Ohren zu und sie muss gleichzeitig ein Glas Wasser trinken

Praxistip’s auf dem Sommerfest: erfolgreiche Bekämpfung von Schluckauf: Inger-Marie hält Eva-Katherine die Ohren zu und sie muss gleichzeitig ein Glas Wasser trinken

Einige Tage später fand das „Sommerfest“ meiner Station statt. Ich hatte mir sicherheitshalber bei meinen Auswanderer-Kollegen einige Tipps geholt, was auf mich zukommen würde 🙂 :   Also, bessere Kleidung ist üblich (ich entschied mich für Sakko und Hemd und habe zur Sicherheit eine Krawatte mitgenommen, aber nicht gebraucht) und es gibt gaaaaannnz viele Toast’s bzw. natürlich „Skål’s“ und gutes Essen und ein Festkomitee! Ich war dann schon sehr gespannt – auch wie ich bei den Privatgesprächen auf Norwegisch mitkommen würde, noch dazu mit ein, zwei Bierchen intus.
Mit Sakko und Hemd und Jeans lag ich genau auf der Linie für die männliche Seite (wir waren zu dritt) und die Kolleginnen hatten sich auch alle sehr fein und chic gestylt und sind fast alle im Kleid gekommen. Das „Festkomitee“ ist für die grobe Organisation zuständig (Wo? Was gibt’s? Wer bringt auf wen welchen Toast aus? ,……)
Kurz: es wurde ein sehr schöner und lustiger Abend und es wird jede Gelegenheit genutzt einen Toast auszubringen: auf die Fachschwester, auf die Stationsleitungen, auf die Abwesenden, auf die Küchenkräfte, auf die Reinigungsfachkräfte, auf ………! Ich habe irgendwann nicht mehr mitgezählt 😉
Sprachlich bin ich inzwischen so gut, dass ich sehr gut bei den Gesprächen mitkomme, ich habe das Sommerfest sozusagen als ein bisschen Praxistest genutzt.

Meine erste Einladung zu einem privaten Grillen hatte ich auch schon: Meine Norwegisch-Lehrerin Hanne hat mich zum Grillen auf dem Balkon eingeladen. Sie hat lange in Frankreich und Deutschland gelebt und gearbeitet und ihren Lebensgefährten in Deutschland kennengelernt und ist mit ihm und der vierjährigen Tochter erst letztes Jahr wieder nach Norwegen zurückgezogen und gibt jetzt Unterricht an einer Privatschule im Osloer Zentrum. Für mich wurde das Lernen dadurch sehr leicht, denn ich konnte mir Worte, …. die ich nicht verstanden habe von ihr auf deutsch erklären lassen. Nun weiß ich, dass ich mich auch auf einer Party auf Deutsch (mit Hanne, Freund und weiterem Bekannten) UND auf Norwegisch (mit Hanne, ihren Eltern und Onkel) problemlos unterhalten kann. Und gleichzeitig noch die Kinderbetreuung machen kann 😉 PS: Tusen takk for det fin grillfeste! (Sagt man das so, Hanne?)

Natürlich habe ich auch wieder einige Ausflüge gemacht unter anderem meinen ersten „Mini-Triathlon“ >> Fahrradfahren, Fahrrad schultern und über Stock und Stein einen „Weg“ laufen und durch „riesengroße“ Pfützen schwimmen. – Eigentlich hatte ich mir vorher im Internet die Strecke angeschaut und gedacht „Sieht gar nicht so schlecht aus.“ Und in Deutschland habe ich ja auch schon sehr steinige Strecken mitgemacht. Die sind allerdings KEIN Vergleich wenn hier aus einem geschottertem Waldweg plötzlich ein felsiger Waldweg wird. Vermutlich hätte ich auch ein Profi-Mountainbike teilweise geschultert, aber erst recht mein Trekkingrad. Und der Weg wurde auch nicht besser wie ich gehofft hatte. Und da es ja den ganzen Vormittag geschüttet hatte, waren auch diverse Seen (auch bekannt unter „sehr große Pfützen“) auf dem „Weg“ vorhanden. Nachdem es auch nach 2 km nicht besser wurde und ich auch nicht mehr umkehren wollte musste ich erst einmal eine Pause einlegen. Aber ich habe den „Weg“ gemeistert und nach 4,5 km mit einigen sehr schönen Aussichten wieder fahrbaren Boden unter den Füßen bzw. Rädern. Radfahren und Wandern macht hier sehr viel Spaß, man muss nur immer für alle Wettereventualitäten gerüstet sein (Es lebe die Outdoor-Kleidung!)

Hier gibt’s noch die anderen Bilder mit diversen Erklärungen:

Rikshospitalet im Sommer

Rikshospitalet im Sommer

Rikshospitalet Ende Mai um 22:28

Rikshospitalet Ende Mai um 22:28

Oslo Anfang Juni um 23:50 Uhr und....

Oslo Anfang Juni um 23:50 Uhr und….

... um halb eins!

… um halb eins!

Kuriositäten: Der Apparat zählt die vorbeikommenden Radfahrer :-)

Kuriositäten: Der Apparat zählt die vorbeikommenden Radfahrer 🙂

leckeres Frühstück mit viel Zeit (doppeldeutig :-) )auf meinem Balkon (mit einer der wenigen Deutschen Zeitungen die man hier bekommt.)

leckeres Frühstück mit viel Zeit (doppeldeutig 🙂 )auf meinem Balkon (mit einer der wenigen Deutschen Zeitungen die man hier bekommt.)

gebanntes Zuschauen bei der schwedischen Traumhochzeit (da war es gerade eine halbe Stunde ruhig)

gebanntes Zuschauen bei der schwedischen Traumhochzeit (da war es gerade eine halbe Stunde ruhig)

Raubtier-Ach nein, Wacholder-Drossel Fütterung ...

Raubtier-Ach nein, Wacholder-Drossel Fütterung …

... die große Drossel re. muss gleich 2 hungrige Mäuler (links und voriges Foto) stopfen

… die große Drossel re. muss gleich 2 hungrige Mäuler (links und voriges Foto) stopfen

"Mehr Futter!!!"

„Mehr Futter!!!“

Im Vinmonopolet: Deutsches Bier - bis aufs Kölsch ganz ok, aber um die 50 Kronen pro Flasche (ist ca. 6,30 Euro) :-(

Im Vinmonopolet: Deutsches Bier – bis aufs Kölsch ganz ok, aber um die 50 Kronen pro Flasche (ist ca. 6,30 Euro) 😦

Meine 2. Fliederblüte 2013 (die erste habe ich in Deutschland 2 Wochen vorher erlebt)

Meine 2. Fliederblüte 2013 (die erste habe ich in Deutschland 2 Wochen vorher erlebt)

Maiglöckchen wachsen hier auch in rauhen Mengen (für dich liebe Mutter!)

Maiglöckchen wachsen hier auch in rauhen Mengen (für dich liebe Mutter!)

Die gesamte Skisprung (norwegisch: Skihopp) Anlage mit der Großschanze und 3 kleineren Übungsschanzen.

Die gesamte Skisprung (norwegisch: Skihopp) Anlage mit der Großschanze und 3 kleineren Übungsschanzen.

Waldweg bei meinem "Mini-Triathlon" besserer Teil ...

Waldweg bei meinem „Mini-Triathlon“ besserer Teil …

... und schlechterer Teil

… und schlechterer Teil

Moor am Vettakollen

Moor am Vettakollen

Frisches, sattes Grün im Nowegischen Frühling

Frisches, sattes Grün im Nowegischen Frühling

@Martin: Hier ist der Nachwuchs zu Betrachten (kleines Bild Mitte Mai mit Froschlaich, großes Bild Ende Mai mit Kaulquappen) Ich bin da noch mal entlang gefahren.

@Martin: Hier ist der Nachwuchs zu Betrachten (kleines Bild Mitte Mai mit Froschlaich, großes Bild Ende Mai mit Kaulquappen) Ich bin da noch mal entlang gefahren.

Panorama vom Vettakollen

Panorama vom Vettakollen

Bygdøy-Ausflug: glückliche Kühe

Bygdøy-Ausflug: glückliche Kühe

Bygdøy-Ausflug: Landspitze Huk auf Bygdøy

Bygdøy-Ausflug: Landspitze Huk auf Bygdøy

Mal wieder ein aktuelles Bild von mir

Mal wieder ein aktuelles Bild von mir

Bygdøy-Ausflug: Mauerpfeffer am Fjord

Bygdøy-Ausflug: Mauerpfeffer am Fjord

Bygdøy-Ausflug: Nach 6 Monaten habe ich das erste Mal meine Füße im Kalten Fjord

Bygdøy-Ausflug: Nach 6 Monaten habe ich das erste Mal meine Füße im Kalten Fjord

Nachwuchs bei Familie Schwan ...

Nachwuchs bei Familie Schwan …

... mit fauchender, aggressiver Mutter Schwan ...

… mit fauchender, aggressiver Mutter Schwan …

... und auch bei den Familien Wildgans hat sich der Nachwuchs entwickelt (siehe letztes Bild, 2 Wochen Unterschied)

… und auch bei den Familien Wildgans hat sich der Nachwuchs entwickelt (siehe letztes Bild, 2 Wochen Unterschied)

Siesta!

Siesta!

der frischgeschlüpfte Nachwuchs bei Familie Wildgans

der frischgeschlüpfte Nachwuchs bei Familie Wildgans

Viele Grüße aus dem mittelhohen Norden
Euer Christian

Oster-Survival Paket und neues von der Arbeit

Heute habe ich es endlich bekommen – mit 1 1/2 Wochen Verspätung habe ich bei der Post (seltsamerweise bei der weiter entfernten Poststelle – die Einteilung der Postbezirke ist mir ein kleines Rätsel) mein Oster-Survival-Paket von meinen Eltern abgeholt! VIELEN DANK nochmal!!! 🙂

Den Dank kann ich an die deutsche und norwegische Post allerdings nicht aussprechen. Mal abgesehen davon, dass meine Eltern für knappe 3 kg 30,- (dreißig) Euro gezahlt haben, kam es zerdellt und beschädigt an. Der Schoko und der gebackene Osterhase haben ganz schön leiden müssen.
Warum ein Survival-Paket zu Ostern??? Weil es hier KEINE Osterhasen gibt!!! Ich bin entsetzt und immer unruhiger in den Wochen und v.a. letzten Tagen vor Ostern durch die Geschäfte auf der Suche nach Schoko-Ostereiern (gibt’s – aber fast nur mit Marzipan (Igitt) gefüllt) und Schoko-Osterhasen und der EINZIGE Osterhase den ich fand war ein mickriger kleiner Kinderschokolade-Osterhase 😦

Sicher will ich mich hier einleben, aber meine 36 Jahre angesammelten Gebräuche und Traditionen gleich im ersten Jahr so zu enttäuschen – „Schnüff“ 😉

Nun, dann findet Ostern halt gleich noch mal statt.

Ich wäre übrigens für alle Tipps dankbar wie man Pakete von Deutschland nach Norwegen – und umgekehrt – GÜNSTIGER und SICHERER verschicken kann!!! Hat jemand Ideen???

Anderes Thema: Der Vertragsverlängerung über den 30.August hinaus steht nix mehr im Wege – meine Chefin hat mir schon gesagt ich soll meine Bewerbung aktualisieren und sie sagt mir dann bescheid wenn sie die Stelle ausschreibt. Das hört sich ganz gut an! :-).
Ausserdem darf ich seit gestern nun endlich alle Medikamente verteilen – sie hat mir im Gespräch gesagt, dass sie mit meinen Sprachfortschritten so zufrieden ist, dass die Einschränkungen beendet sind (hatten wir zusammen ausgemacht, damit es keine Fehlmedikationen wegen falsch-verstandenen Anweisungen gibt.
Und heute fand der erste Teil des „Klinisk Stige – Trinn 1“ statt. Ein Programm, dass sich über mehrere Jahre hinzieht und – ich würde es mal so beschreiben – eine Professionalisierung für Pflegepersonal darstellt. Mehrmals im Jahr finden dabei Fortbildungstage zu diversen Themen statt. Am Ende vermute ich bekommt man ein Zertifikat – allerdings ganz genau steige ich noch nicht durch. Das muss ich noch bei meiner deutschen Kollegin Birgit nachfragen, die Stationsleitung der Plastikchirurgischen Poliklinik ist und seit ca. 13 Jahren schon hier arbeitet.
Begonnen hat der Tag mit einer Einführung in die Physische und Digitale Bibliotheken-Welt. Als Sykepleier (Krankenpfleger) habe ich uneingeschränkten Zugang zur Unibibliothek in Oslo und zur digitalen Bibliothek. Ich kann damit in ganz Norwegen auf alle vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen (Bücher, Doktorarbeiten, Studien, Zeitschriften, ………………………………………….. auf Norwegisch und Englisch) zugreifen. Zusätzlich gibt es ein „E-Learningsportal“: Dort sind diverse theoretische Kurse als interaktive Präsentation vorhanden. Ich habe zum Beispiel die Brandschutz-Vorschriften der Klinik darüber gelernt, d.h. in der ersten Hälfte liest man sich die Theoretischen Grundlagen durch und im zweiten Teil beantwortet man Fragen dazu. Die Antworten werden sofort automatisch ausgewertet und man erfährt gleich ob man „bestanden“ hat oder nicht. Bei letzterem hat man 2 Wochen Zeit, dass noch mal zu machen oder noch mal…… (Ich weiß allerdings nicht was passiert wenn man es in den 2 Wochen nicht schafft 🙂 – was allerdings SEHR unwahrscheinlich ist.)
Für meine lieben Ex-KollegInnen in Erlangen: Das ist so als würde die Theorie des gesamten Akademie-Fortbildungsprogrammes in solchen Kursen vorhanden sein. Und noch viel mehr!
Ich muss sagen, dass mich das sehr beeindruckt hat. Anders als bei manchen langweiligen Vorträgen, bemüht man sich selber und lernt so auch mehr. Und nachlesen kann man es immer wieder wenn man es gerade braucht. Und man kann sich auch von zuhause einloggen.

Im 2.Teil ging es heute um die hiesigen Hygiene-Richtlinien – was an sich nix neues für mich war, denn die sind international ziemlich gleich und standardisiert. Und der Nachmittag gehörte dem „Legemiddel-Handtering“, also dem Umgang mit Arzneimitteln am Rikshospital. Auch das war überwiegend nichts neues für mich. Ich muss mich nur an die teilweise anderen Namen gewöhnen. Der „Felleskatalogen“ entspricht unserer deutschen „Roten Liste“ und ist als Papierform (wie altmodisch 😉 ), auf dem PC und App (für das Smartphone) vorhanden. Mir gefällt v.a. letzteres, denn damit kann ich sowohl im Medizin-Raum als auch beim Patienten schnell nachschauen und über Präparatnamen, Wirkstoff, Dosierung, Nebenwirkung, Wechselwirkung, …. Auskunft geben und sogar anhand von Fotos der Präparate vergleichen ob es wirklich das richtige Medikament ist.
Was noch ein bisschen nervt – bis man sich daran gewöhnt hat – ist die Doppel-Signatur. Es müssen, bei Vorbereitung bzw. Verabreichung an die Patienten, nicht nur alle unseren deutschen Betäubungsmittelgesetz entsprechenden Medikamente (Narkotika) von 2 Pflegekräften unterschrieben werden sondern auch alle Antibiotika-Medikamente und auch Fragmin (Blutverdünnung) – Spritzen und einige andere „leichte“ Medikamente. Bei Narkotika und Antibiotika sehe ich es ja auf jeden Fall ein und finde es auch ein gutes Mittel um Fehlgaben zu vermeiden. Warum aber dann einige andere doch und einige andere nicht doppelt signiert werden müssen erschließt sich mir noch nicht so ganz. Aber gut – andere Länder, andere Sitten 🙂

Das schöne an diesen Weiterbildungen – die alle neuen (= letztes Jahr) Pflegekräfte mitmachen – ist: Sie werden komplett bezahlt und als Dienststunden verrechnet. Ebenso bekomme ich einen weiteren Sprachkurs bezahlt:
Es gibt einen Sprachkurs (30 Termine á 4×45 Min. immer Donnerstag ausser in den Ferien) in dem auch medizinische Terminologie behandelt wird. Der hat auch heute angefangen, wird auch komplett bezahlt und die 120 Stunden werden auch angerechnet! Da sitzen ca. 15 MitarbeiterInnen des OUS (Oslo Universitetssykehus) mit mir drin aus aller Herren Länder und lernen Norwegisch. Heute hat es schon mal ganz lustig angefangen. Wenn der Unterricht weiter so Spaß macht, bin ich bald richtig fit! 🙂

Ach und zusätzlich setze ich ja noch den Intensiv-Kurs von Januar für weitere acht Wochen fort. Allerdings nur noch einmal die Woche.

Das sind erstmal die neuesten Nyheter av min fra Oslo!

VIELE LIEBE GRÜßE IN DIE HEIMAT
Euer Christian

Spaziergänge und Gospelkonzert

Hei,

... und in Richtung der Stationen und Polikliniken

… und in Richtung der Stationen und Polikliniken

Blick von einer "Brücke" in Richtung Eingangsbereich

Blick von einer „Brücke“ in Richtung Eingangsbereich

zuerst reiche ich noch 2 Fotos nach von dem Mittelgang im Rikshospital: Das ist der Blick in beide Richtungen:

Ihr seht schon, die Wege können ganz schön lang sein (zum Glück muss ich das nicht dauernd ablaufen und zur Not gäbe es noch die Roller 🙂  )

Neulich bin ich mal in der Nähe einer Wohnung spazieren gegangen, die ich mir im Internet angeschaut hatte. Wäre sehr schön und groß gewesen, aber: Sehr weiter weg zur Arbeit, Höhenunterschied zu T-Bane Station von fast 200 m. (Hinwärts ok, solange es nicht glatt ist, aber nach der Arbeit 😦 – Neee, danke) Dafür war das Schild direkt nebendran auf der Straße: Elche in Oslo (Stadtrand)

Warnschild vor "Großer Elchgefahr" Stadtrand von Oslo

Warnschild vor „Großer Elchgefahr“ Stadtrand von Oslo

Etter Solnedgang (nach dem Sonnenuntergang)

Etter Solnedgang (nach dem Sonnenuntergang)

Naja, hab es ja gelassen. Letzten Dienstag bin ich dann nach Drammen zum DIGC (=Drammen International Gospel Choir) gefahren. Drammen liegt ca. 50km südwestlich von Oslo und über Kontakte zur Evang. Jugend   in Deutschland (Bettina) habe ich schon im September von ihrem Cousin (Morten) kennengelernt, der auch Krankenpfleger ist. Und da ich im Gospelchor in Erlangen (Amazingers) gesungen habe, hat er mich im September schon zu einem „Intimkonsert“ (Mischung aus Konzert im kleinen Rahmen und Kaffeetrinken und Kuchenessen – für die Amazingers: etwas länger als unser Konzert in Heiligenstadt) eingeladen. Nun war wieder die Möglichkeit und damit habe ich einen schönen Abend mit Gospelliedern gehabt. Danke, DIGC! Hier sind einige Bilder davon.

Ein schöner Konzertabend ...

Ein schöner Konzertabend …

... mit dem Drammen International Gospel Choir ...

… mit dem Drammen International Gospel Choir …

... und mit tollen Gospelsongs.

… und mit tollen Gospelsongs.

Und zum Schluss noch Bilder die ich bei der Osloer Oper bei einem kurzen Café geknipst habe:

... aus dem vereisten Oslofjord.

… aus dem vereisten Oslofjord.

Der "Eisberg" ragt empor ...

Der „Eisberg“ ragt empor …

Winter im Oslofjord mit weißen Inselchen

Winter im Oslofjord mit weißen Inselchen

PS: Der nächste Artikel kommt noch heute oder morgen mit schönen Bildern von einer Tour mit der Fähre nach Nesodden…..

Urlaubsgeld und andere Eigenheiten der Norwegischen Arbeitswelt

Gut, dass ich gefragt habe: Gestern habe ich erfahren, dass man sein Urlaubsgeld sich erst verdienen muss. Es gibt zwar auch wie in Deutschland (ca.) 30 Tage bezahlten Urlaub, aber erst nach einem Jahr Arbeiten (bzw. Monatsanteilig berechnet) hat man Anspruch darauf! (Gilt übrigens für alle Arbeitnehmer.) Dass heißt, in diesem Jahr werde ich meine Heimatbesuche (vermutlich Mai eine knappe Woche um Himmelfahrt) und auf jeden Fall im September (2Wochen zur Hochzeitseinladung!)mit Vor- und Nacharbeiten aus der Arbeit herauskratzen sprich mit freien Tagen bewerkstelligen. Was bei der 35-Std.Woche hier allerdings nicht so das Problem ist 😉 .

Ich könnte mir zwar Urlaub nehmen, aber der wäre dann unbezahlt! Das sind so Dinge die man erst im Lauf der Zeit auf div. Fortbildungen und durch Gespräche erfährt.

 

Die schönen Erlebnisse dieser Woche: erstes Gehalt (allerdings noch mit 50% Steuerabzug, da die Steuerbehörde mir die Steuerkarte erst Donnerstag letzte Woche zugesandt hat – Die zuviel gezahlte Steuer bekomme ich teilweise im März wieder, teilweise mit der Lohnsteuererklärung nächstes Jahr). Seit heute bin ich auch endlich Polizeilich Registriert in Norwegen und habe meine dauerhafte Steuernummer beantragt (mit der ich einen Mobilfunkvertrag abschließen kann, und diverse weiter Verträge, ….) und ich arbeite nun schon – meist – alleinverantwortlich.

Kurz gefasst: Es geht voran! 🙂

Winteridylle, Steuerkarte und Bankkonto…

…habe ich endlich (auf die letzten beiden Dinge bezogen) alles. Hier übrigens ein Bild von meiner Wohnung (geht nach Nordwesten raus):

Wohnung mit Balkon

Wohnung mit Balkon

Nachdem ich persönlich zur Bank bin war es plötzlich doch kein Problem mehr ein Bankkonto zu eröffnen (- nur Online geht es nicht ohne die permanente Personnummer – die ich erst in 2-3 Wochen oder so – kriege – bisher hab ich nur die vorläufige Personnummer). Und heute – ach ne gestern – kam ENDLICH die Steuerkarte. „det ordner/regler seg“ (das wird schon – wie die Norweger sagen…)

Letzte Woche war ich abends bei den „Jungen Erwachsenen“ der deutsch-norwegischen Gesellschaft zum „Språkkafe“ eingeladen – im Cafe „Liebling“ (von einer Nähe Passau kommenden Auswanderin betrieben) und was finde ich dort als leckeres Getränk: St. Georgen Kellerbräu aus der Nähe von Erlangen (allerdings zu dem Preis hätte ich in D. fast einen ganzen Kasten bekommen):

im Cafe Liebling in Oslo

im Cafe Liebling in Oslo

Und dann habe ich am freien Dienstag noch das tolle Winterwetter (15 cm Neuschnee seit Montag) ausgenutzt und bin mit der T-Bane (Metro) hoch zum Frognerseteren (oberhalb vom Holmenkollen) gefahren und habe dort ein Wanderung durch den tief verschneiten Wald gemacht. Hier sind die Bilder zum Träumen dazu: (ich will spätestens im Herbst einen Langlauf-Kurs machen) Langlauf heißt hier übrigens „langrenski“…

So, treibt man hier Sport im Winter - auf beheizten Plätzen...

So, treibt man hier Sport im Winter – auf beheizten Plätzen…

Blick auf das - Dick - zugefrorene Bogstadvannet

Blick auf das – Dick – zugefrorene Bogstadvannet

T-Bane zum Frognerseteren - Haltestellen Voksenkollen

T-Bane zum Frognerseteren – Haltestellen Voksenkollen

Winterwonderwald

Winterwonderwald

Schnee-Kunstwerke am Frognerseteren

Schnee-Kunstwerke am Frognerseteren

Blick über den Winterwald auf die Vororte von Oslo

Blick über den Winterwald auf die Vororte von Oslo

Blick auf den zugefrorenen Oslofjord und die Fjordinseln

Blick auf den zugefrorenen Oslofjord und die Fjordinseln

Blick auf die freigehaltene Fahrrinne im Oslofjord

Blick auf die freigehaltene Fahrrinne im Oslofjord

Schnee-Kunstwerke  vor dem Oslofjord

Schnee-Kunstwerke vor dem Oslofjord

Langlauf (Langren) Loipe perfekt gespurt

Langlauf (Langren) Loipe perfekt gespurt

Schneebäume vor dem bisschen blauen Himmel

Schneebäume vor dem bisschen blauen Himmel

Die Loipen sind teilweise besser ausgeschildert als im Sommer die Wanderwege...

Die Loipen sind teilweise besser ausgeschildert als im Sommer die Wanderwege…

Winterwonderland...

Winterwonderland…

... noch mehr tief verschneiter Wald...

… noch mehr tief verschneiter Wald…

Die verschiedenen Schneeschichten sind gut zu erkennen. Das sind ca. 60 cm!

Die verschiedenen Schneeschichten sind gut zu erkennen. Das sind ca. 60 cm!

Die Holmenkollen-Kirche im abendlichen Winterkleid mit Fjord im Hintergrund...

Die Holmenkollen-Kirche im abendlichen Winterkleid mit Fjord im Hintergrund…

Winterwonderland Oslo bei Nacht

Winterwonderland Oslo bei Nacht – das ist mein Heimweg von der T-Banehaltestelle Montebello…

T-Bane Haltestelle Montebello mit Eis-Kunstwerken

T-Bane Haltestelle Montebello mit Eis-Kunstwerken