Meine neue Arbeitsstelle – ein Erfahrungsbericht

re. unten ist die Mitarbeiterkantine

re. unten ist die Mitarbeiterkantine

Ich arbeite seit dem 3. Januar 2013 in Norwegens Hauptstadt Oslo als Krankenpfleger. Hier will ich nun ein bisschen über mein neues Arbeitsleben berichten.

Unterhalb des Turmes ist der Haupteingang.

Unterhalb des Turmes ist der Haupteingang.

Mein Arbeitgeber ist der „Oslo universitetssykehus HF (Helseforetaket)“ (sykehus=Krankenhaus; helse = Gesundheit, foretak = Unternehmen/Firma). Ich arbeite in der Klinikk for kirurgi og nevrofag, Ortopedisk avdeling, Seksjon for sengeposter Ortopedi, Ortopedisk voksenpost i Rikshospitalet. So, und nun nochmal langsam auf Deutsch: Klinik für Chirurgie und Neurofach, Orthopädische Abteilung, Sektion für Bettenstationen Orthopädie, Orthopädische Erwachsenenstation im Reichshospital. (das war wortwörtlich und hier die Kurzfassung: Orthopädische Bettenstation in der Chirurgie)

In Norwegen ist das Gesundheitswesen (helsevesen) staatlich organisiert und jeder ist in der staatlichen Krankenkasse, „Trygdeetaten“, (eine einzige = traumhaft) versichert. Eingeteilt ist das helsevesen in mehrere Bereiche und ich gehöre zum Bereich „Sør-Øst“ (Süd-Ost).

Wer in Norwegen krank wird, bekommt garantiert Behandlung. Allerdings funktioniert das System etwas anders als in Deutschland. Jeder Patient kann zu einem „Fastlege“ (sinngemäß „festgelegter Arzt“ und entspricht in etwa unserem Hausarzt) gehen und wird dort behandelt. Man zahlt einen Eigenanteil von ca. 200 – 250 € im Jahr und alles was darüber hinausgeht zahlt die Versicherung. Den „Fastlege“ kann bei Nichtgefallen 2x im Jahr wechseln. Der Fastlege ist der erste Ansprechpartner im Krankheitsfall und kann einen Patienten zum Facharzt überweisen. (Sonst muss man die Facharztbehandlung selbst zahlen.)

Die Krankenhäuser sind zum größten Teil staatlich und die Krankenhausbehandlungen sind kostenlos. Allerdings gibt es ein Wartelistensystem: Notfälle werden sofort behandelt, aber alle anderen Erkrankungen werden in eine Dringlichkeit eingestuft. Das kann bedeuten das man mit einer leichten, nicht gefährlichen Erkrankung auch schon mal ein halbes Jahr warten muss. Dafür kann man sich aber das Krankenhaus selbst aussuchen, bzw. den Spezialisten.

Es gibt auch ein Krankengeld was teilweise vom Arbeitgeber und nach 14 Tagen von der Versicherung gezahlt wird. Staatliche/Öffentliche Arbeitgeber zahlen sogar die Differenz zum normalen Gehalt weiter, so dass man keinen finanziellen Verlust hat.

Zahnarztbesuche muss man selbst zahlen was nicht gerade billig ist. Ebenso sind Brillen selbst zu zahlen.

Auf meiner Station gibt es 18 Betten für Patienten, davon sind 4 sogenannte „Intermediær“-Betten in einem Raum, dh. ausgestattet mit Überwachungsmonitor für Vitalwerte (Blutdruck, Puls, Sauerstoffgehalt im Blut, Temperatur). Zu uns kommen die „schwereren“ Fälle aus ganz Norwegen im Bereich, dh. Das Rikshospital ist auf komplizierte Op’s spezialisiert und wenn ein kleines Krankenhaus nicht weiter behandeln kann, kommen die Patienten nach Oslo (mit Auto, Taxi, Krankenwagen, Hubschrauber und Ambulanzflugzeug – Norwegen ist ca. 2500km lang):

  • Generell (=Allgemein Orthopädisch): infizierte Hüft- und Knieprothesen (also in einem anderen Krankenhaus eingesetzt und als Komplikation hat sich dann die Wunde und dadurch die Prothese mit einem Keim infiziert >> Folge: die
    Aktueller Blick aus dem Stationszimmer

    Aktueller Blick aus dem Stationszimmer

    Prothese muss in einer neuen OP durch eine andere ausgetauscht werden und die Patienten bekommen spezielle Antibiotika) und sonstige komplizierte Bein-Op’s.

  • Rygg (=Rückenchirurgie): Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen bzw. -deformitäten aller Arten, (Skoliosen, Kyffosen, Wirbelbrüche, Wirbelsäulenversteifungen, Halo-Streck-Fixateur, …)
  • Hand: Verletzungen aller Arten an den Händen (abgeschnittene Finger, Feuerwerksverletzungen, komplizierte Handknochenbrüche, Karpaltunnelsyndrom, …)

Die Station ist in die Blå(Blau)- und Rød(Rot)-Gruppe aufgeteilt. Rot hat die GenerellPasjenter, (was das wohl heißt 😉 ) Blau die Hand-Pat. und die Rygg-Pat. werden aufgeteilt.

Der Dienst beginnt mit einer kurzen Übergabe der Gruppenleiter an die nächste Schicht, dann werden die Patienten in der Gruppe aufgeteilt und man liest sich noch selbstständig im PC durch die Berichte. Dabei und in der restlichen Schicht 🙂 wird Kaffee getrunken. Anschließend geht man durch die Zimmer und sagt kurz „Hallo“ und erkundigt sich wie es den Patienten geht. Frokost (=Frühstück) gibt’s um 8:15 h, Lunsj (=kleiner Mittagsimbiss) um ca. 12:15 h, Middag (=warme Mahlzeit) um 16:30/17:00 h und Kveldsmat (=kleines Abendessen) ca. 20:00 h. Zu verschiedenen Zeiten werden Medikamente und Infusionen (Antibiotika,…) verteilt (je nachdem ob sie der Patient 1, 2, 3 oder 4 x am Tag bekommt) und nach Bedarf auch Smertestiller und Sovemedikamenter (= Schmerzmittel und Schlafmittel).

Bettenmachen und Patienten beim Waschen helfen und Verbandswechsel findet am Vormittag statt und natürlich nach Bedarf. Gegen 8:45/9:00 h ist Visite mit den Ärzten. Dabei sind aber nur die Gruppenleiter und diese geben dann die Neuigkeiten (Änderungen bei Medikamenten, Blutproben, neue Untersuchungen, …) an die restliche Gruppe weiter.

Entlassungspatienten werden im Lauf des Vormittags fertig und gehen meistens gegen Mittag oder Nachmittag. Wer kann fährt/fliegt selbstständig heim oder lässt sich abholen. Für die aus dem weiteren Umkreis von Oslo (200-300km)

mit dem werden die Pat. heimgefahren, wenn sie fit genug sind.

mit dem werden die Pat. heimgefahren, wenn sie fit genug sind.

kommenden Patienten gibt es den „Helse-Ekspressen“(=Gesundheits-Express), ein Bus, der die Patienten an den großen Osloer Kliniken (ca. 5 an der Zahl) einsammelt und nach Hause bzw. fast nach Hause fährt. Und wer nicht selbstständig heimfahren kann wird mit Krankenwagen oder Flugzeug nach Hause oder Heimatnah verlegt.
Patienten die zu geplanten Op’s kommen können am Tag vorher anreisen (zu Untersuchungen, ect.) und im Patientenhotel übernachten, welches direkt nebenan liegt.

Geplante Op’s finden vormittags bis mittags statt. Die Patienten bleiben nach der Operation ein paar Stunden im Aufwachraum (=“Postoperativ“) und werden vom Spätdienst abgeholt (oder gehen auf Intensivstation für einige Tage) wenn sie fit genug sind.

Später in der Schicht fängt man an mit Berichte schreiben, kümmert sich weiter um seine 2-5 Patienten 😉 und erledigt anfallende Aufgaben.

Die Pausen macht man wenn man Zeit hat, meist 2 x pro Schicht.

Was für mich neu war:

  • Man stempelt hier nicht! Man kommt pünktlich oder überpünktlich, aber man geht wenn man mit der Übergabe fertig ist (meist etwas eher als die offizielle Zeit)
  • Natürlich das ganze Fachgebiet (ich war ja bisher in der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung =Øre-Nese-Hals-Avdeling)
  • das man viel Zeit hat, mit Patienten zu reden und ihnen was gutes zu tun.
  • Desinfektion: Es gibt natürlich die Händedesinfektion und auch Flächen oder Gegenstände werden desinfiziert, aber z.B. Wunden und Nähte werden meist nur mit Natriumchlorid (medizin. Salzwasserlösung) gereinigt und steril verbunden und die Patienten haben trotzdem seltener infizierte Wunden. Es werden auch mehr Einmal-Artikel verwendet.
  • Die Pflegekräfte dürfen hier mehr machen und entscheiden (Periphere Venenkanülen legen, Schmerzmittel geben, …)
  • Die Hierarchie (Pflegekräfte, Ärzte, Ober-, Chefärzte,..) ist nicht so ausgeprägt wie in Deutschland. Man sieht sich mehr als Team und arbeitet gut zusammen.
  • Der größte Vorteil des Norwegischen Arbeitslebens bzw. Gesundheitswesens: Man stresst sich in Norwegen nicht so rein (etwas salopp ausgedrückt) 🙂 . Es ist schon meistens was zu tun, aber man kommt aus der Schicht und ist in der Lage sofort etwas zu unternehmen; man braucht nicht ein bis zwei Stunden um wieder in geordneten Bahnen zu denken. So war es leider sehr häufig (mit zunehmender Tendenz) in Deutschland.

Seit dieser Woche kümmere ich mich auch schon alleine um Patienten und es klappt ganz gut. Ich habe zwar immer noch einige Verständnisprobleme, aber es wird jeden Tag besser. Sprechen kann ich schon ganz gut auf Norwegisch, aber wenn Patienten, KollegInnen oder Angehörige schnell und im Dialekt reden, dann muss ich meist nochmal nachfragen.

Das reicht nun für’s Erste. Anbei noch ein paar Fotos am und um meinen Arbeitsplatz (auf dem Luftbild ist mein Trakt zu sehen, und zwar im rechten Teil, der 2. Trakt von rechts hinten = der erste mit hellerem Dach – und dort in der 2.Etage; Genau gesagt links von dem Baum, die beiden Fenster zwei Stockwerke unterm Dach, die gerade noch sichtbar sind – das ist unser Stationszimmer; im Vordergrund ist der Ring 3 – an dem ich 3 km linkerhand entfernt wohne – zu sehen mit einer – nicht mehr vorhandenen Mautstation):

1: Stationszimmer2: Glasgang3: Ring 3 (alte Maut)4: Hubschrauberlandeplatz5: Vorplatz mit Haupteingang

1: Stationszimmer
2: Glasgang
3: Ring 3 (alte Maut)
4: Hubschrauberlandeplatz
5: Vorplatz mit Haupteingang

Schneefall Anfang Februar

Schneefall Anfang Februar

von einer der "Brücken" aus gesehen

von einer der „Brücken“ aus gesehen

der Glasgang zieht sich 280m durch das Gebäude und auf der li. Seite sind die Funktionsbereiche (OP, Polikliniken, Bettenzentrale, ...) und re. die Bettenstationen.

der Glasgang zieht sich 280m durch das Gebäude und auf der li. Seite sind die Funktionsbereiche (OP, Polikliniken, Bettenzentrale, …) und re. die Bettenstationen.

Schøn verschneiter Wald

Schøn verschneiter Wald

D-Nummer ist da!!!

Heute habe ich endlich die D-Nummer (Personennummer/ID-Nummer) bekommen, ohne die in Norwegen NICHTS geht. Jetzt kann ich mich auf Arbeit richtig registrieren lassen und ins System aufnehmen lassen und hoffentlich auch ein Bankkonto eröffnen.

Es geht voran! 🙂

Fahrradfahren im Winter

Bisher habe ich den Osloer Nahverkehr ja immer gelobt und super gefunden, nun muss ich das erste Mal Kritik üben: Samstag und Sonntag fährt doch glatt der erste Bus erst um halb acht. Blöd nur wenn man um 7 Uhr mit der Arbeit beginnt. Also bin ich heute gezwungener Maßen bei – 10,9 ° C mit dem Rad zur Arbeit gefahren und habe mich dass erste Mal in meinem Arbeitsleben erst auf Arbeit geduscht (das ist wenigstens möglich). 20 min. in Eiseskälte ist zwar kein Vergnügen aber dafür ist man zur Übergabe wenigstens äußerst munter. 🙂

Jetzt gehts nochmal unter die Dusche und dann auf zum Neujahrsfest/empfang der Norsk-Tysk-Skelskap /Deutsch-Norwegischen Gesellschaft. Da bin ich nun gespannt drauf. Auch der deutsche Botschafter ist dabei…

von doncam1976 Veröffentlicht in Arbeit

Sonnenschein bei -11°C oder fantastische Winterimpressionen

Hei alle sammen,

hier gibt’s wieder einen Link zu ein paar Impressionen aus dem schönen Oslo:

https://www.icloud.com/journal/#1;CAEQARoQaGdzepiLe_0ldJ8uWbLPxg;1DB7598E-8B14-46F1-A42A-31A8A81747A3

Und hier den Vorgeschmack: OsloWinterFjordPanorama

Die Bilder entstanden gestern bei ca. -11°C am Nachmittag. Nachts gingen die Temperaturen auf bis zu -17°C runter. Heute kam noch eine neue Puderzuckerschicht aus feinstem Schnee dazu.

Heute abend – ok es war schon gestern Abend (Montag),  hatte ich meinen ersten Unterricht im Norwegisch Intensiv Kurs und die Lehrerin war ganz zufrieden mit meinen Kenntnissen. Das baut dann wieder auf. Meine Probleme beschränken sich auf Fachwortschatz und das verstehen wenn die KollegInnen schnell sprechen. Dort lerne ich 2x die Woche mit einem Portugiesen und einer Polin für die nächsten 8 Wochen.

Heute und morgen (Montag und Dienstag) habe ich Einführungstage. Da sind alle „neuen“ aus den letzten Wochen dabei bzw. diejenigen die jetzt anfangen und es werden die Fachgebiete von Ärzten vorgestellt, die Geräte erklärt, …

Und in der Freizeit heißt es jetzt weiterhin Vokabeln büffeln.

Aber jetzt erst noch ein paar Schöne Bilder aus Oslo:

Raureif auf Schieferplättchen am Strand

Raureif auf Schieferplättchen am Strand

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Noen problemer /Einige Probleme oder: „Aller Anfang ist schwer!“

Hei alle sammen,

Nun habe ich es endlich mal wieder ins öffentliche WLAN (Cafés,…) geschafft, was ja auch gleich mein erstes Problem beschreibt. Zwar steht im Mietvertrag, dass Internet dabei ist, aber wie man an das notwendige Modem kommt (Mieten, kaufen, gestellt) steht nicht dabei. Nun ja jetzt weiß ich das ich es kaufen muss. Also müsste es bald klappen mit dem Internet.
Damit ist hoffentlich eines der kleineren Probleme bald gelöst…
Zu den größeren gehört dann leider das Verständigungsproblem. Ich hatte nicht gedacht, dass es mir am Anfang so schwer fällt den Erklärungen und Gesprächen zu folgen. Reden klappt gut, lesen auch schreiben geht so, aber das mündliche verstehen ist doch heftig. Das liegt zum einen daran, das mir doch noch einiges am Wortschatz fehlt, v.a. im fachlichen Bereich, aber im allgemeinen Wortschatz auch. Dann wirkt da noch die doch von Person zu Person unterschiedliche Aussprache mit rein und v.a. die redegeschwindigkeit meines Gegenübers. Erklären mir die Kollegen oder patienten etwas langsam und deutlich habe ich wesentlich weniger Probleme als bei den allgemeinen Gesprächen oder wenn sie keine Rücksicht nehmen. Die Kolleginnen beim Praktikum im September haben anscheinend alle langsam und deutlich mit mir geredet. 🙂
Aber es wird jeden Tag besser und nun habe ich auch endlich einen Norwegisch Kurs gefunden, der am Montag Abend beginnt.
Das nächste Problem ist die noch fehlende steuernummer. Ohne die geht tatsächlich gar nichts! Ich bekomme kein konto, keinen mobilfunkvertrag (nur prepaid bisher). Ich kann zwar arbeiten, bin aber nicht im System drin, habe keinen benutzerzugang zu den wichtigen Programmen und das schlimmste: bekomme meinen Lohn noch nicht. „Erst wenn ich im System bin kann ich Lohn ausbezahlt bekommen. Und dann auch nur zum offiziellen Termin (12. jeden Monats) sprich ich bekomme meinen Januar Lohn erst mit dem Februar am 12.2. das habe ich nicht gerade eingeplant. Nun hoffe ich, dass ich die Miete wenigstens zum Teil auch dann erst bezahlen kann, da es eine mitarbeiterwohnung ist, hoffe ich auf ein wenig Nachsicht.

Nun zu den schönen Seiten: die Arbeit macht Spaß, ist relativ stressfrei 🙂 (mich schafft gerade mehr das konzentrieren auf die neue Sprache und das Fachgebiet als die eigentliche Arbeit. Die Kollegen und Patienten sind größtenteils sehr nett und rücksichtsvoll wenn sie wissen das ich neu bin. Die Krankheitsbilder (durch Feuerwerkskörper – silvester ist gefährlich – amputierte Hand, Wirbelsäulenschäden, Spinalkanalerkrankungen, Knie- und Hüftprothesen, Infektionen in den Händen, …. ) sind sehr interessant und spannend für mich. Wenn ich Tipps brauche kann ich mich an die Mitglieder der deutsch-norwegischen Gesellschaft wenden und bekomme gute Tipps (Vielen Dank!) Oslo ist zwar tatsächlich kalt, aber dafür erlebe ich gerade einen richtigen Winter, mit vielen schönen Bildern und v.a. Schnee. Das kannte ich aus Deutschland so gar nicht mehr.
Fahrradfahren im Winter geht am besten mit Spikes-Reifen oder lieber nicht, bzw. GANZ vorsichtig! Und das praktischte Abschiedsgeschenk waren die Spikes die man wie Gamaschen über die Schuhe ziehen kann (VIELEN DANK dafür, hat mich schon vor einigen Stürzen auf glattem Grund bewahrt!!!) da kaufe ich auch noch zwei, drei wenn ich mal Besuch habe.
Apropos Abschiedsgeschenk: Vielen Dank an Simone, Andrea, Irina, Susi, und Susanne für euer „Heimwehgeschenk“! In einem klitzekleinen Anfall von ganz wenig Heimweh und ganz viel Neugier habe ich es schon geöffnet und mich über die Verpflegung aus der Heimat sehr gefreut. Da werde ich in der nächsten zeit noch öfter an euch denken beim verbrauchen des Inhaltes!
Und natürlich auch nochmal ganz vielen dank an alle die mich so schön verabschiedet haben.
So das ist erstmal genug, viele Grüße aus Waynes Coffee Tjuvholmen in Oslo.
Euer Christian

Erster Arbeitstag und Winter

Hei alle sammen,

det er nyheter fra Oslo (hier gibt’s Neuigkeiten aus Oslo):

Meinen ersten Arbeitstag habe ich gestern gehabt, meine Kollegen sind ganz nett und man kommt sich irgend wie komisch vor wenn die ganzen Krankheitsbilder einem nix sagen. Man wird in 8 Jahren HNO doch etwas zum Fachidioten…
Naja, gestern war sowieso viel rumgerenne zwecks Kleidung, Spind, ect. Und ständig ist man am fragen stellen. Nach einem Tag arbeiten hab ich nun gleich bis Montag frei und muss erst am Dienstag wieder arbeiten. Max. Arbeitet man fünf Tage am Stück, meist aber nur vier. 🙂 – na schon neidisch liebe Kolleginnen? Meine Dienste sind einigermaßen übersichtlich: F1:Frei F2:Frei-aber wenn ich da einspringe gibt’s 100% Überstunden (gutbezahlt), D:dagvakt/Tagschicht beginnt immer um 7uhr und geht in drei Varianten entw. bis 13:30,15:00,15:30. A:aftenvakt/spätschicht beginnt um 14:00 oder 14:30 und geht bis 22:30 und die Nacht geht von 22:00 bis 7:45. die Übergabe ist nur für die jeweils zuständige Pflegekraft aber man hilft den anderen auch aus. Es gibt vier halbintensiv Plätze, überwiegend frischoperierte Patienten. Und 16 normal Patienten, wenn die Station voll ist. Im Frühdienst arbeiten bis zu acht vollkräfte. Im Spätdienst sechs und nachts drei.
Mehr von der Arbeit in der nächsten zeit…
Die Wohnung ist leider immer noch ohne Internet, irgendwas muss erst freigeschaltet werden. Ich hoffe nächste Woche wieder vernetzt zu sein. Auch damit ich nach einer größeren Wohnung suchen kann. Danach will ich zwar vermutlich nie wieder umziehen aber die jetzige ist definitiv zu klein. Und war ja auch nur ne Notlösung.

Im Anschluss folgt noch ein link mit den neuesten Bildern aus Oslo, viel Spaß beim anschauen:
Hier gibts die ersten Bilder: (Link antippen)
https://www.icloud.com/journal/#1;CAEQARoQaGdzepiLe_0ldJ8uWbLPxg;6F6CD540-9ED4-40F8-B782-B2E761D4E148
Bei Problemen beim anschauen bitte melden!

Hjertlig Hilsen på alle

Christian

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