Norwegisches Restaurant in Deutschland

Liebe Berliner,

ihr habt Glück: Bei euch gibt es das einzige (?) norwegische Restaurant in Deutschland:
Das Munchs Hus

http://www.munchshus.de/index.html

Hier ein kurzer Videoclip:

 

Den kleinen Fehler, dass es natürlich Preiselbeeren statt Johannisbeeren heißen muss (siehe Part „Elchbraten“) verzeihe ich der Deutschen Welle mal geflissentlich. 🙂

 

Herzliche Grüße,

Christian

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

Winterwonderland Teil 2

Hei liebe Leserinnen und Leser,

Nachdem wir in den letzten drei Wochen ungefähr 1 m Neuschnee hatten, davon allein 40 cm in den letzten zwei Tagen, scheint heute endlich die Sonne.

Die Arbeit mit der Schneefräse erleichtert das Schneeräumen hier oben zwar sehr, allerdings mit so viel Schnee hab ich dann doch nicht gerechnet in den ersten Wochen nach meinem Umzug… Selbst die Osloer sagen, dass dies Jahr ein sehr schneereicher Winter sei. Mein Vermieter meinte der Schneereichste seit ungefähr 10-12 Jahren. Aber es sieht einfach wunderwunderschön aus.

Heute bei allerschönstem Winterwetter, Sonnenschein und – 9 °C hab ich mit Christine aus der deutschen Gemeinde eine Fotowanderung unternommen. Hier sind die Ergebnisse:

(ach ja, fast vergessen: Herzogin Kate und Prinz William haben sich heute den Holmenkollen angeschaut. Wir sind ihnen zwar nicht direkt über den Weg gelaufen, aber immerhin haben wir die Polizei-Absperrungen gesehen… 😉 Und den Polizei Hubschrauber… )

Aussicht von meinem Bad (genauer: von der Toilette):

Bogstad – vann (Bogstad See) mit dicker Eisdecke und Langlauf Loipe darüber:

Wer erkennt die Spitze vom Holmenkollen Sprungturm? :

Ja, genau: da isser…

Südwest Teil vom Oslo Fjord:

Autor Hans Krag hat einen der schönsten Ausblicke in Oslo:

Oben: mein Haus mit Schneemenge heute – letztes Bild vor einer Woche.

Nächstes Bild: tiefstehende Sonne im Westen:

Südwestseite vom Haus (oben)

Kurz vor Sonnenuntergang:

Westecke vom Haus (mit Schuppen, von dem wir letzte Woche 1 m Schnee geräumt haben):

3 Nachtbilder kurz vor Vollmond

Schneehöhe vor einer Woche

Blaumeise an den Erdnüssen- seltsamerweise ignorieren die Meisen die Meisenknödel:

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

Schnee! Winterwonderland!

So nun hat es 24 std geschneit. Bei uns oben circa 50 cm, in der Stadt etwa 30-40 cm. Das ist mal Schnee. Sowas hab ich seit bestimmt den frühen 80ern nicht mehr erlebt als wir noch in Bayerisch – Sibirien (Guttenberg im Frankenwald) wohnten…
Und die motorbetriebene Schneefräse die wir da oben nutzen wird mein Lieblingsmaschinchen… 😉

Hier ein paar Eindrücke:

Die Rehe hat mein Vermieter vor ein paar Wochen fotografiert. Ich hab sie aber gleich in der ersten Nacht auch gesehen.

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

„Es gibt Elche in Oslo“ und „Umzug geglückt“

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Verwandte,

Inzwischen ist der Schnee etwa 1 m hoch

Hier kommen meine ersten Grüße aus meiner neuen Wohnung – diesem netten Häuschen oberhalb von Oslo.
Gefunden habe ich es indirekt über „Finn.no“ das norwegische Ebay, Immoscout24, etc. in einem. Indirekt weil der Vermieter (Stadtrat in Oslo) hier mehrere Häuser hat. Das annoncierte war eigentlich das Nachbarhaus. Das bekam aber ein Ehepaar und ich habe mich bei der Vorstellung dafür aber scheinbar ganz gut verkauft, denn als hier der Mieter auszog habe war ich wieder in der engeren Auswahl. Nachdem er mit meiner Vermieterin, einer Arbeitskollegin und einer guten Freundin aus der Gemeinde telefoniert hat und mit seiner 90j Mutter (der eigentlichen Vermieterin – zumindest auf dem Papier) beraten hat – bei der ich mich natürlich auch schon vorgestellt habe – bekam ich dann Mitte November die Zusage. Die Miete ist für norwegische Verhältnisse ein Witz (650 Euro für 64m2), dafür muss man bis zu 40 Std. im Monat bei Schneeschippen, die alte Dame mit Post versorgen und Müll rausbringen, im Sommer Rasen mähen und andere Hausmeistertätigkeiten helfen. Die Aufgaben teilt man sich mit dem Ehepaar im anderen Haus.
Der Umzug war letzte Woche und dank vieler (circa 10) fleißiger HelferInnen war mein Geraffel am Samstag abend fast vollständig hier oben. Zum Auspacken bin ich noch nicht so viel gekommen, aber das wird noch. Die alte Wohnung ist fast gereinigt und zur Übergabe fertig.

Etwas länger ist nun der Weg in die Stadt und zurück. 35 min brauche ich bis ins Zentrum statt 15 min bisher. Dafür wohne ich hier auf dem „Dach“ von Oslo auf 480m Höhe über dem Fjord. Die Metro (T-Bane) fährt alle 15 min bis 0.30 Uhr. Danach habe ich ein Problem 🙂 (Taxi wird ziemlich teuer..)
Der Winter schlägt nun gleich zu Beginn richtig ordentlich zu. Nach ein bisschen Schnee bisher schneit es nun deutlich mehr und am Straßenrand sind wir schon bei etwa 1m zusammengeschobenem Schnee. Insgesamt dürften wir bis heute bei 60cm sein, bis morgen sollen 30cm dazu kommen.
Schneeräumen gehört hier zu den Tätigkeiten und wird wohl die nächste Zeit mich auf Trab halten 🙂

Die Häuser sind zw. 120 (meines und das kleinere Nachbarhaus) und fast 250 Jahre (das andere Haus mit dem Ehepaar und das der alten Dame), aber innen gut renoviert und isoliert. Die Häuser wurden einige 100 km nördlich von Oslo als ehemaliger Bauernhof abgebaut, ins Osloer Folkemuseum (Freilichtmuseum) verbracht und nachdem dort kein Platz mehr war kaufte sie ein reicher Reeder in den 20er Jahren (ungefähr) und baute sie hier oben wieder auf. Die 90 j Dame und ihr Mann kauften sie dann in den 50er Jahren. Der Sohn hat sich 100m weg eine Villa im ähnlichen Stil hingebaut.
Den Ofen mit schönen Verzierungen habe ich schon in Betrieb genommen. Wir (das Ehepaar und ich) dürfen das Holz nutzen, müssen es nur selber klein machen.
Gleich in der ersten Nacht habe ich direkt im Hofbereich Rehe gesehen, die sich an den (norwegischer Winterbrauch) aufgehängten Haferbüscheln gütlich gehalten haben.
Vögel lieben meine Futterstelle vor dem Fenster.

Und heute – mit der T-Bane auf dem Weg in die Stadt – fuhr der Zug plötzlich langsamer und es kam eine Durchsage: „Wegen zwei Elchen vor uns auf den Gleisen müssen wir ein bisschen langsamer fahren“. Nachdem die beiden – vermutlich jüngeren Elche – etwa 200 m vor dem Zug hertrabten, begaben sie sich dann doch auf die Böschung um uns „vorbei“ zu lassen… Hier im Video seht ihr sie:


So, dass war mein erster Gruß von meiner neuen Wohnung am Voksenkollen (oberhalb Holmenkollen Skischanze).

letztes Bild: Blick aus dem Bad…

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

God Jul og Godt Nytt År! Weihnachtsgrüße aus Oslo

Liebe Freunde und Verwandte und liebe Leserinnen und Leser,

Ich wünsche euch allen Frohe und gesegnete Weihnachten und Alles Gute für das neue Jahr 2018!

Hier meine Weihnachtskarte und ein paar Winterfotos, inkl. meinem neuen Zuhause ab Januar.

Liebe Grüße, Christian

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

Warum die Pflege in Deutschland den Bach runtergeht – sehr gut erklärt von der ANSTALT

Aus aktuellem Anlass ist hier der Link zu einer sehr sehenswerten Ausgabe der ANSTALT (ZDF) vom 5.12.2017:

Die Anstalt vom 5.12.2017

( https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-5-dezember-2017-100.html )

Ich hoffe, das Angela Merkel und Horst Seehofer und die ganzen in der Entscheidungsebene diese Ausgaben auch sehen um der katastrophalen Entwicklung in der Pflege entgegen zu wirken so lange es noch geht.

Danke Max Uthoff und Claus von Wagner, dass ihr die Zustände so klar und entsetzlich deutlich dargestellt habt!

Diese unsägliche Bürokratie im deutschen Gesundheitswesen (nicht nur in der Altenpflege), der grassierende Zeitmangel den die Pflegekräfte durchstehen müssen, der Personalnotstand und die Unterbezahlung waren für mich Gründe mein Glück im Ausland zu versuchen!
Wenn ich mal viele Patienten versorgen muss, dann sind es 10 im Nachtdienst, nicht 30 oder 60. Und wir sind mindestens zu zweit auf Station – das heißt ich kann die Kollegin um Hilfe bitten wenn ich sie brauche.
Meine Sprachlichen Fertigkeiten konnte ich so schnell verbessern, weil ich hier die Zeit habe mich um die Patienten zu kümmern. Die Scheiß-Bürokratie – die in Deutschland dafür sorgt, dass man inzwischen mehr als die Hälfte der Zeit mit Berichte schreiben (und frisieren) verbringt, ist hier auf ein angenehmes UND ausreichendes Minimum reduziert.

Liebe Politiker in Deutschland,
es geht auch anders! Die Pflege darf nicht da sein um große Gewinne an Aktionäre aus zu schütten! Ändert dies solange es möglich ist und bevor das System zusammenbricht!
Es funktioniert in anderen Ländern (wie z.b. hier in Norwegen) sehr, sehr gut mit einer staatlichen Krankenkasse. Wer will kann trotzdem sich noch eine Privat Zusatzversicherung holen.
Springt über euren Schatten und vor allem über die Lobbyverbände der Aktionäre!

Lesenswert sind auch die beiden genannten Seiten aus der Sendung:

http://www.careslam.org

und http://www.pflegeinbewegung.de
Danke fürs lesen und verbreitet es bitte weiter!
Euer Christian

„Du siehst mich“ – Ein Fest – Reformationskirchentag in Berlin und Wittenberg

Liebe Leserinnen und Leser,

Meine Begeisterung für Kirchentage konntet ihr ja schon kürzlich in dem Artikel über den 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) 2015 in Stuttgart lesen (hier der Link zum nachlesen:  „damit wir Klug werden“ – 35. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart 2015
Dieses mal lasse ich euch nicht 2 Jahre warten und möchte euch an meinen Erlebnissen und der Freude über den 36. DEKT in Berlin und Wittenberg 2017 teilhaben lassen – schließlich ist es ein besonderer Kirchentag: Der Kirchentag zum 500. Jubiläum der Reformation, die in Wittenberg mit dem Thesenanschlag Martin Luthers (ja, ich weiß, historisch etwas ungenau) begonnen hat.

Ich hatte mir dieses Mal etwas mehr Zeit für die Stadt des Kirchentages genommen. Dank der Eltern eines guten Freundes hatte ich die Möglichkeit während ihrer Abwesenheit ihre Wohnung nutzen zu können – mitten in (West-)Berlin am Hohenzollerndamm. Diese Innenstadtnähe ermöglichte mir einen sehr angenehmen und entspannten Kirchentag (kein Mitschleppen schwerer Rucksäcke mit viel Inhalt). Und mein Bruder Martin – der sich kurzfristig zur Teilnahme am Kirchentag entschieden hat – konnte auch noch dort mit übernachten. Meine Anreise erfolgte schon am Sonntag vorher mit einer gemütlichen Fahrt durch Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt nach Berlin. Nach einem sehr guten Wildschweinbraten auf Schloss Burgk in Thüringen

war ein erster Besuch in der Lutherstadt Wittenberg mein nächstes Ziel, wo gerade die WELTAUSSTELLUNG REFORMATION eröffnet worden war. Den Nachmittag nutzte ich aber erstmal zum Spaziergang durch die wundervoll hergerichtete Wittenberger Altstadt.

Am Montag habe ich mir ein Berlin Mitte mit dem Fernsehturm am Alex angedeihen lassen und inkl. eines Mittagessens am Arbeitsplatz meines Cousins Volker mit exklusiver Führung durch das Auswärtige Amt.

Den Dienstag habe ich mir für die Internationale Gartenausstellung in Berlin-Marzahn ausgewählt und diese dann auch bei schönstem Sommerwetter genießen können. Neben einem (für mich als Landschaftsgärtner sowieso) sehr interessanten Gartenpark, habe ich dort auch das beste Fruchteis meines Lebens gegessen: Ananas mit Thaibasilikum 🙂 – leider habe ich es seitdem nicht mehr gefunden… 😦

Am Mittwoch begann dann das Fest mit dem Eröffnungsgottesdienst, den Martin und ich auf der Wiese vor dem Reichstag erlebten, was schon sehr beeindruckend ist. Im Anschluss gab es ansprachen u.a. von Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Beim Abend der Begegnung in Berlin Mitte konnte man viele Spezialitäten aus der Region genießen, präsentiert von den Kirchengemeinden und anderen Vereinen und Musik auf verschiedenen Bühnen erleben. Den Abschluss bildete der Abendsegen vor dem Brandenburger Tor.

Was diesmal anders war am Kirchentag waren die Taschen- und Rucksackkontrollen vor den Großveranstaltungen und die größere Anzahl an bewaffneten Polizisten. Leider muss auch bei einem friedlichen Treffen wie dem Kirchentag der Bedrohung durch Terroristen Rechnung geschuldet werden.

Am Donnerstag fand dann vormittags mein persönliches Highlight des Kirchentages statt: die Podiumsdiskussion mit dem 44. US Präsidenten Barak Obama und Kanzlerin Angela Merkel. Martin und ich waren schon zur Bibelarbeit dort – allerdings auch um einigermaßen gute Plätze zu bekommen. Dummerweise kamen ein paar weitere Menschen auch auf die Idee sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen: circa 75.000 Besucher ist auch am Kirchentag eine ungewöhnlich hohe Zahl an Teilnehmern bei nur einer Veranstaltung. Beim OpenAir Konzert der Wise Guys am Kirchentag in Köln 2007 waren es noch 2000 mehr. Aber zurück zu Obama: Das Publikum hat er gleich am Anfang „gehabt“: „First of all: Guten Tag! Schön, in Berlin zu sein“… Ok, nicht gerade „Ick bin ein Berliner“, aber es kam sehr gut an… 😉    Obama und Merkel auf dem DEKT 2017 in Berlin

In den folgenden 90 min ging es um die Weltpolitik, die Flüchtlinge, Gewalt, Krisen und Krieg und Frieden. In der ersten Hälfte kamen die Fragen und Moderation von Kirchentagspräsidentin Christina aus der Au und dem Ratsvorsitzenden der Ev.Kirche in Deutschland Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Im 2.Teil waren vier jungen Menschen aufgefordert die Fragen zu stellen, teilweise auch unangenehme Fragen. Interessant fand ich Obamas Antwort auf die Frage wie er damit leben könne als Christ, dass bei den vielen Drohnenangriffen viele Zivilisten umkamen: Obama sagte, dass die Drohnen Attacken es häufig unnötig gemacht hätten mit Bodentruppen einzugreifen. „Boden“Kriege würden viel mehr zivile Opfer fordern, aber es würde weniger über diese berichtet werden als über die Opfer von Drohnenangriffen. Z.B: hätten die Drohnenangriffe den Völkermord des IS an der Religionsgruppe der Jessiden im Nordirak gestoppt. Das macht zwar Kriege nicht besser, aber ich finde es zumindest einen sehr interessanten Ansatz!

Am Nachmittag haben wir im Berliner Dom eine sehr Interessante Diskussion zum Thema Kirche und Internet und Datenschutz verfolgt: #guckstduhier – Das Netz – unendliche Freiheit, gesteigerte Angst. Prominent besetzt mit u.a. dem Grünen-Politiker Konstantin von Notz und Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD und anderen.

Abends das 2. Highlight: das letzte Open Air Konzert der A-Capella Band „Wise Guys“ an einem Kirchentag vor dem Brandenburger Tor. Leider hat sich die Band im Sommer aufgelöst. Dieses wundervolle Konzert wollten sich 50000 nicht entgehen lassen.

Am Freitag war ich dann mit leichter Verspätung auf der Messe Berlin bei einer Dialogbibelarbeit von Ratsvorsitzendem der EKD Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Marx
und anschließend kurz am Markt der Möglichkeiten unterwegs und beim Kabarett „Viva la Reformation! Best of CSU – der christliche satirischen Unterhaltung. Pfarrer Maybach-Mengede hat die Reformation und das aktuelle Tagesgeschehen sehr schön in Satire und Spitzen gegen Politiker, Religion und Fanatiker verpackt.

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Best of CSU

Dazwischen muss auch immer mal etwas Entspannung sein, in diesem Fall ein Besuch im Zoo. (Leider noch ohne Pandabären, die kamen erst im Juli)
Der Samstag war wieder für den Markt der Möglichkeiten reserviert. Es ist unglaublich wie viel verschiedene Themen dort behandelt werden. Man findet eigentlich zu allem etwas was irgendwie mit Kirche zu tun haben könnten. Verlage mit christlicher Literatur, Parteien, Vereine, sogar die Bundeswehr und das Bundesamt für Strahlenschutz sind vertreten, ebenso wie konservative Verbände und Verbände für Gleichberechtigung, Homosexualität, ….. einfach alles. Sogar Atheistische Verbände… 🙂

Am Abend waren wir bei Bodo Wartke, seines Zeichens Klavier-Kabarettist: „Was, wenn doch?“ Klavierkabarett in Reimkultur. Er ging einfachen Fragen gesanglich und kritisch auf den Grund: Was treibt uns an? Wieso fällt es uns schwer, Wandel als Chance anzunehmen? Warum handeln wir aus Angst anstatt aus Liebe? Eines seiner Lieder lautet „Nicht in meinem Namen“ ( Bodo Warthke – Nicht in meinem Namen ) – darin verarbeitet und verurteilt er Fanatiker jeglicher Couleur.  Spitzenklasse! Als Gast hatte er Fee Badenius dabei, die nicht minder begabt ist und ebenso fantastische Lieder schreibt: Fee Badenius – Fleischeslust

Der Abendsegen bei schönstem Sommerabendwetter im Park der Messe war ein sehr schöner Abschluss des Berliner Teils des Kirchentages.
Am Sonntag wartete der Kirchentag dann mit einer Besonderheit auf: dem großen Festgottesdienst auf den Elbwiesen in der Lutherstadt Wittenberg. 120-150T Menschen kamen mit der Bahn, Bus und dem Auto von Berlin nach Wittenberg um gemeinsam den Kirchentag und die Reformation zu feiern. Die Anreise gestaltete sich etwas schwieriger, da gleichzeitig auch die Fussball Fans vom Pokalfinale auf die Idee Kameen nach Hause zu fahren 😦 Vor Ort war aber ein guter Shuttleservice vom Parkplatz zur Festwiese eingerichtet. Nur der Fussweg auf dem letzten Kilometer hätte kürzer ausfallen müssen (Nicht wirklich für ältere Menschen oder Gehbehinderte geeignet)
Mit etwas Verspätung kamen wir dann beim Gottesdienst an und konnten die sehr eindrückliche Predigt vom südafrikanischen Bischof Thabo Makgoba noch erleben. Nach einigen Grußworten – u.a. von Bundespräsident Steinmeier – und der Einladung zum Deutschen Katholikentag 2018 und dem nächsten Evang. Kirchentag in Dortmund 2019 konnten dann alle die noch Zeit und Lust hatten zusammen bei einem Reformationspicknick den schönen Sonntag genießen, Theater, Kleinkunst und Musik erleben. Dieser gemütliche und stressfreie Ausklang war ein ganz besonderes Erlebnis. Für mehr Interesse: ein Link zum Festgottesdienst Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum 2017
Ich hatte ja noch Urlaub und habe am Montag die Weltausstellung Reformation in Wittenberg besucht und mir ausführlich zu Gemüte geführt. Rund um die herausgeputzte Altstadt von Wittenberg war von Mai bis September ein buntes Programm rund um das Reformationsjubiläum geboten: Meine Highlights: die Lichtkirche (eine Holzkirche mit bunten Glasfenstern durch die sich die Sonne bricht und eine Farbenwelt hervorzaubert, die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ im ehemaligen Stasi-Gefängnis haben 95 Künstler die Zellen gestaltet mit verschiedenen Dingen die ihnen zur Reformation und Kirche einfielen. V. a. aber das riesengroße 360° Panoramakunstwerk „Luther 1517 – Glaube, Wissen, Selbstbestimmung“ vom Künstler Yadegar Asisi. Es zeigt das Mittelalterliche Leben 1517 in Wittenberg, samt Luther, der gegen die Ablässe predigt, Kurfürst Friedrich der mit seinem Gefolge nach Wittenberg reitet, Hexenverbrennung, Markttreiben, etc.
In einem alten Gasometer ist dieses 15 x 75 Meter große Kunstwerk an der Wand zu sehen. Man selber steht erhöht in der Mitte und lässt es auf sich wirken. Durch Lautsprecher ertönen die Reden und Geräusche von damals und nach einiger Zeit fühlt man sich selber wie mittendrin. Wer das nicht sehen konnte während der Weltausstellung hat noch bis 2021 Zeit es auf sich wirken zu lassen. Es lohnt sich wirklich – ich war wie gefesselt von diesem Panorama! Bis 2021 könnt ihr das noch ansehen! Asisi Panorama in Wittenberg
Beim weitern Rundgang durch die Wallanlagen um Wittenberg kommt man an der Schlosskirchen mit Thesenanschlag vorbei zum Bayerischen Garten. Hier ist eine „Krippe“ aus 2017 Holzlatten aufgebaut. Schaut man in die X-förmige Krippe, sieht man in einen Spiegel und kann den Himmel auf sich wirken lassen. Je bei der richtigen Zahl der Holzlatten sind an der Wand dahinter bedeutende Ereignisse der Geschichte verzeichnet von Christi Geburt (vor Holzlatte 1) über den Thesenanschlag (Nr. 1517) bis heute.
Abschließen konnte man den Rundgang mit einer Fahrt im Riesenrad oder einem Gang über die Himmelspfade auf dem Bunkerberg (Verspiegelte Stege die dort einen kleinen Ausblick ermöglichen)
Alle interessanten Infos zum Reformationsjubiläum unter  r2017.org   und zum Kirchentag findet ihr in diesen Links: Kirchentag.de

Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Jahr die Möglichkeit hatte zum Reformationsjubiläum  den Kirchentag und die Weltausstellung so intensiv erleben zu dürfen.

Wir sehen uns vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund zum 37. Evangelischen Kirchentag –

So Gott will und wir leben!

 

 

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

BTW17 – ashamed and shocked!

72 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Nazi Herrschaft – mit all ihren Leid und Zerstörung in der Welt – sitzt wieder eine Neo-Nazi Partei im deutschen Bundestag.

Ich bin entsetzt, traurig und schäme mich dafür!

Nun müssen alle demokratischen Menschen zusammen stehen und mit demokratischen Mitteln gegen diese rechtspopulistischen Rattenfänger zusammen stehen.

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

Seltsamer Winter 2017 – oder: Finally snow came to Oslo – UND HOFFENTLICH IST JETZT MAL FRÜHLING!

Liebe Leserinnen und Leser,

(nur dass ihr euch nicht wundert: Ich arbeite mal meine Entwürfe für Blog Artikel auf… )

nachdem ich schon nicht mehr damit gerechnet habe, dass es diesen Winter noch richtig weiß wird, hat Frau Holle Anfang Februar doch noch Erbarmen mit Oslo gehabt und es schneien lassen. 🙂
Die Medien haben schon vom Schneeärmsten Januar seit 50 Jahren in ganz Süd – und Ostnorwegen. Anfang November kam an 2 Tagen mal etwas Schnee – 20 cm vielleicht –  (viel zu früh für mein Empfinden) vom Himmel, der aber nach zwei Wochen wieder weg war.
In Dezember und Januar hat es dann immer wieder mal minimalst geschneit und war teilweise ziemlich eisig die Landschaft war teilweise Raureif-Weiß, aber so richtig geschneit hat es nicht.

Gut im Februar hat es nun einige Male geschneit – aber Massen waren es noch nicht. Nun ist März und ich kann meine „Schnee-schipp-Zeiten“ an einer Hand abzählen. (Ja, ja, wenn ich nächstes Jahr meckern sollte über zu viel Schneeschippen, dürft ihr mich an den Artikel erinnern…. 😉  )
Insgesamt dürften es keine 50 cm Schnee gewesen sein – und das ist zusammengerechnet sehr wenig für Oslo. (Aber der Präsident auf der anderen Atlantikseite glaubt ja nicht an Klimawandel, jaja…)

Nun da es am ersten Wochenende im Februar aber doch ganz ordentlich geschneit hat – etwa 10-20 cm (das kommt auf die Höhe an) – kann man aber auf jeden Fall die Landschaft genießen, Ski und Langlauf fahren und hat ein „Winter-Gefühl“.
Dann kam gestern noch einigermaßen schönes Wetter dazu und da habe ich mich für einen Winterspaziergang mit Fahrrad entschieden. Mit der T-Bane (Metro) hoch zum Frognersetern gefahren an der vorletzten Haltestelle Voksenkollen ausgestiegen, und dann mit dem Fahrrad – teilweise schiebend – über den Voksenåsen und durch den Winterwald und dann wieder runter zu mir nach Hause.

Aktualisierung: Nun ist es schon Mai und man könnte denken „Frühlingszeit“ Pustekuchen….. einmal kurz warm (über 10° C Ende März) und letzte Woche über 20 °C… aber heute, gestern und vor 2 Wochen gab es doch glatt noch mal Schneefall bis in die Niederungen – ich hab genug davon bis Ende November!!! 😦

An den schönen Schneebildern möchte ich euch hier mit genießen lassen:

 

 

 

 

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein

What is a Fjord? – Was ist ein Fjord?

Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin mal wieder über ein tolles Video gestolpert, welches ich euch unmöglich vorenthalten kann.
Es geht um die Frage was ein Fjord ist – abgesehen von einem Ort fantastischer und wunderschöner Natur.
Nun ich bediene mich mal der ausgefeilten Information der Seite http://de.fjordnorway.com/inspiration/was-ist-ein-fjord :

Die Region Fjordnorwegen verdankt ihren Namen den malerischen Fjorden, die das landschaftliche Bild Westnorwegens prägen. Aber was ist eigentlich ein Fjord? Und wie sind die Fjorde entstanden?

 

Ein Fjord ist ein tief ins Landinnere reichender, schmaler, langgestreckter Meeresarm, der an drei Seiten von Festland umgeben ist. An der Mündung zum Meer befindet sich zumeist eine Untiefe, die als Fjordschwelle bezeichnet wird. In geologischer Hinsicht sind echte Fjorde von ähnlichen Meeresbuchten aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte zu unterscheiden.

 

Fjorde entstehen durch Talgletscher, die durch bereits bestehende Flusstäler abwärts fließen. Durch die Bewegung der Eisdecke werden zahlreiche größere und kleinere Gesteinsbrocken mitgerissen, die das anstehende Gestein erodieren und dadurch das Flusstal allmählich vertiefen und verbreitern, sodass das Flusstal seine typische U-Form erhält. Am Ende des Gletschers lagert sich Gesteinsmaterial ab, das mit der Zeit eine wallartige Aufschüttung (Endmoräne) bildet. Das Abschmelzen der Gletscher am Ende der Eiszeit führte zu einem Anstieg des Meeresspiegels, sodass das Meer in die tiefen Täler einströmen konnte. An der Fjordmündung bildete die Endmoräne eine unterseeische Schwelle, die in der Regel nur einen Bruchteil der Wassertiefe im Inneren des Fjords erreichte.

 

Aufgrund der seichten Fjordmündung weisen Fjorde im Vergleich zum offenen Meer zumeist einen geringeren Wellengang auf. Durch ihre Ausprägungen mit einer eingeschlossenen Wasserfläche sind die meisten Fjorde daher besonders gut als Anker- und Liegeplatz für Schiffe geeignet.

 

Das Wort Fjord ist eines der wenigen norwegischen Wörter, das in mehrere europäische Sprachen Eingang gefunden hat. Der Begriff Fjord stammt vom altnordischen fjorðr ab, das auf das urindogermanische *pr?tús zurückgeht. Dieses Wort dürfte von der Verbalwurzel *per- abgeleitet sein, die die Bedeutung «hinüberbringen, überbringen» hatte. Das Wort Fjord, das ursprünglich also «Furt» bedeutete, hat den gleichen Ursprung wie die deutschen Wörter «Furt» und «fahren» oder das englische «ferry».

 

Der längste Fjord der Welt ist der Scoresbysund in Grönland, der eine Gesamtlänge von 350 km aufweist. In der Region Vestlandet sind dagegen sowohl der zweitlängste als auch der drittlängste Fjord der Welt zu finden: Der Sognefjord (204 km) und der Hardangerfjord (179 km).

 

Die Geschichte Fjordnorwegens ist in vielerlei Hinsicht eng mit dem Wasser verbunden. Die bis zu 3 km dicken Eismassen, die das Festland während den verschiedenen Eiszeiten bedeckten, schufen die Fjorde und gaben dadurch der Landschaft ihr charakteristisches Aussehen. Wer am Ufer des schmalsten Fjordes der Welt, dem Nærøyfjord, steht und zu den Berggipfeln hinaufblickt, kann die gewaltigen Naturkräfte erahnen, die hier am Werk gewesen sind. Wer in Fjordnorwegen unterwegs ist, reist im Kielwasser der Handelsschiffe und Fischerboote, die die Fjorde seit tausenden von Jahren befahren. Der Großteil der malerischen Landschaft ist unverändert geblieben, seit die Wikinger die Segel hissten und zu fernen Ufern aufbrachen.

Aber genug der Theorie: Seht selbst mit euren Augen was ein Fjord ist:

von doncam1976 Veröffentlicht in Allgemein